Ägyptologie Forum Guten Morgen Gast, hier einloggen oder registrieren.
24.11.2017 um 00:50:58


HomeÜbersichtHilfeSuchenLoginRegistrierenKalenderLexikonChat



  Ägyptologie Forum
   Pharao & Hofstaat (290)
   die Krone des Pharaos (51)
  Autor/in  Thema: die Krone des Pharaos
Sadjehuti  
Gast

  
Re: die Krone des Pharaos 
« Antwort #45, Datum: 10.01.2004 um 16:51:38 »     

Hallo Gitta und die anderen!!!  

Hab hier was gefunden:


Zitat:
Im Jahre 332 v. Chr. ließ sich Alexander [der Große], nachdem er Ägypten aus der persischen Belagerung befreit hatte, in der Oase Siwa zum Pharao krönen.


Aus "Kunst und Geschichte in Ägypten", Bonechi, S.189.

Wie ist jetzt das zu Verstehen?  

Sadjehuti
> Antwort auf Beitrag vom: 07.01.2004 um 22:17:23  Gehe zu Beitrag
Gitta  
Gast

  
Re: die Krone des Pharaos 
« Antwort #46, Datum: 10.01.2004 um 17:14:10 »     

Hallo Sadjehuti,

in der Oase Siwa ließ sich Alexander durch das Orakel des Amun (in dem dortigen Tempel) nur bestätigen als "Sohn des Amun und König über Ägypten". Wo er wirklich gekrönt wurde, ist nicht so recht bekannt. Schneider schreibt im "Lexikon der Pharaonen", dass er nach dem Alexanderroman (hat jemand eine Ahnung, was das ist?) in Memphis gekrönt wurde, was von S.M. Burstein bestritten wird. Mit welcher Begründung das bestritten wird, schreibt Schneider leider nicht. Nach Befragung des Orakels habe es in Memphis dann Feierlichkeiten gegeben, bei denen sich Alexander dann noch einmal von Gesandten griechischer Orakel hat bestätigen lassen. Die Feier in Memphis sei angeblich im voraus geplant gewesen. Das würde bedeuten, dass der Orakelspruch von Siwa eine Farce war.

Gitta
> Antwort auf Beitrag vom: 10.01.2004 um 16:51:38  Gehe zu Beitrag
naunakhte  weiblich
Moderatorin

  

Re: die Krone des Pharaos 
« Antwort #47, Datum: 10.01.2004 um 17:42:50 »   

zum Alexanderroman hier folgende Info:

4. P.Vindob. ACh 20714: Alexanderroman

Das bewegte Leben Alexanders d. Gr. wurde bald Themen novellenartiger Erzählungen. Im 2. Jh. n. Chr. faßte jemand, der den Namen Kallisthenes erhielt, aus diesen Vorgeschichten den weltberühmt gewordenen "Alexanderroman". Von diesen insgesamt bekannten drei "Vorgeschichten" wird ein kleiner Papyrus in der Wiener Sammlung aus dem 1. Jh. n. Chr. aufbewahrt. Er enthält eine Episode, derzufolge Alexander für seine Mutter Olympias Vorsorge trifft, daß die glücklich auf Rhodos leben könne.


aus: http://www.austro-arab.org/deutsch/beitraege/texte/7.asp


Gruß
naunakhte
> Antwort auf Beitrag vom: 10.01.2004 um 17:14:10  Gehe zu Beitrag
neTer mer  
Gast

  
Re: die Krone des Pharaos 
« Antwort #48, Datum: 10.01.2004 um 19:02:17 »     

Liebe Gitta,

welcher Orakelspruch einen Herrscher betreffend, war keine Farce?  
Um sich als KönigIn legimitieren zu lassen war eine Erwählung durch Amun absolut üblich, und als mächtiger Feldherr und Befreier von den Persern war Alexander für die Priester in Siwa sicherlich das kleinere Übel.

Gruß
neTer mer
> Antwort auf Beitrag vom: 10.01.2004 um 17:14:10  Gehe zu Beitrag
Gitta  
Gast

  
Re: die Krone des Pharaos 
« Antwort #49, Datum: 10.01.2004 um 20:22:47 »     


Zitat:
welcher Orakelspruch einen Herrscher betreffend, war keine Farce?


Wohl wahr. Mir ist so, als hätten gerade die nichtägyptischen Pharaonen ein ganz auffälliges Legitimierungsbedürfnis an den Tag gelegt. Haben nicht auch einige Perser- und Kuschitenkönige sich ausdrücklich per Orakel bestätigen lassen?

@nauna

Danke
Wieder was dazugelernt.

Gitta
> Antwort auf Beitrag vom: 10.01.2004 um 19:02:17  Gehe zu Beitrag
Apedemak  maennlich
Administrator

  

Re: die Krone des Pharaos 
« Antwort #50, Datum: 10.01.2004 um 23:58:41 »   

Kuschitenkönige - Orakel

Die Wahlstele des Aspelta berichtet davon, dass das Orakel des Amun von Napata ihn als König bezeichnete. Auf Beschluss eines Komitee aus Offizieren und Hofbeamten kommmt es zur Befragung des Orakels. Das ganze besteht aus zwei Wahlgängen. Erst werden ihm Königsbrüder vorgestellt und dann im Zweiten Aspelta alleine. Erst im Zweiten stimmt das Orakel zu. Allerdings scheint die Königswahl durch ein Gottsorakel nicht die Regel gewesen zu sein. Die Erzählungen der Inschrift des Irike-Amanote bestätigen das. Erst versammelt sich das Heer und benennt die gewünschte Person des Nachfolgers und die Offiziere und Hofbeamten stimmen zu ohne die Befragung eines Orakels.
> Antwort auf Beitrag vom: 10.01.2004 um 20:22:47  Gehe zu Beitrag
Seiten: « 1 2 3 4           

Gehe zu:


Powered by YaBB