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  Westgau
3. unterägyptischer Gau Jamentet (jmntt), der Westen
Hauptstadt: Jamu, jetzt Kom el-Hisn
griechisch: Momenphites; Dynaikopolites, Andronpolites

Nach der Weißen Kapelle
Hwt-jHjjt (Hut-Ichiit); Haus der Rinderherde.
Dieser Name existierte schon im AR. Die Lage von Hwt-jHjjt ist unbekannt. Nach einem Text auf einem Papyrus (Louvre Nr.I.3079) nimmt man an, daß der Ort nördlich von Kom el-Hisn lag.
Im Neuen Reich scheint die Metropole verlagert worden zu sein nach Pr-Hwt-Hr-nbt-jAmw Kôm el-Hisn (A.Bernand, Delta égyptien 964 ff., bes.980). Auch die Adoptions-Stele nennt Pr-nbt-jAmw als Metropole.
Denkmäler des MR und aus der Ramessidenzeit, die bei Kom el-Hisn gefunden wurden, lassen eine Lokalisierung um oder an dieser Stelle zu.
Während auf der Weißen Kapelle als Gaugott noch der „Apis von Hut-Ihyt“ genannt ist, erwähnt der Bauleiter Min-mesu, unter Thutmosis III., die „Hathor, Herrin von Jamu“ (Urk.IV 1443, 11)
jAmw wird schon im AR (s.Zibelius,B/19 35f) und auf Denkmälern des MR (Gomaa,S.80) als Kultort der Göttin Hathor genannt.
In der Weltenkammer (H.Kees, ÄZ 81/1956,36 Abb.3) steht das Gauzeichen noch ohne Standarte. Ansonsten erscheint es bei Mtn und in diversen Güteraufzügen.
Es ist wahrscheinlich, daß der 3.Gau zur Zeit Mtn's noch zum 2. uäg.Gau gehörte. Im AR wurde er auf diversen Güteraufzügen belegt, sowie im MR ein „Bürgermeister“ von Hwt-jHjt.
Für das NR gibt es Hinweise für eine Verlegung nach JAmw Kôm el-Hisn.
Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Kôm el-Hisn das Momemphis der griechischen Schriftsteller (Herodot II 164; Strabon 1 803; Djodor I 66; 97). Woher der Name Momemphis kommt, ist allerdings unklar
Bei Strabon heißt der Gau Momemphites. Außerdem nennt er noch den Gau Gynaikopolites mit der Metropole Gynaikonpolis.
Bei Ptolemaios ist Andronpolis die Metropole und Andropolites der Gau. Daraus lassen sich weitere Verlegungen der Metropole schließen.
Nach der Abspaltung des Gebietes um Therenuthis (jetzt: Abu Billu ) wird dieses Gebiet Pr-Hwt-Hr-nbt-MfkAt genannt, das unter Assurbanipal „Pihattihurunpikki“ genannt wurde.
In der Nitokris-Stele wird dieses Gebiet als Unterbezirk ausgewiesen und könnte Hwt-snDm .
Der Sesostris-Kiosk gibt eine Länge von 14 jtrw 1 xa an. Das entspricht einer Länge von 147,523 km, allerdings nur, wenn man von Therenuthis als südlichstem Punkt bis Damanhur als nördlichsten entlang des gewundenen Nillaufs mißt.



Quelle:
Zibelius, TAVO Beiheft B/19, 1978
Gaue, in: Lexikon der Ägyptologie, Band 2,394.
W.Helck, Die altägyptische Gaue, Wiesbaden 1974, 151ff.
Gomaà, Die Besiedelung Ägyptens während des Mittleren Reiches, TAVO B66/2, 77ff

Eingestellt durch: semataui (07.11.2002)
Bearbeitet durch:  naunakhte (13.04.2005), Apedemak (04.01.2006)




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