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  Pektorale
Pektorale, kleine mit einer Darstellung versehene Tafeln, wurden an einer Halskette oder einem Halsband auf der Brust getragen. "Urformen" finden sich schon auf der Narmer-Palette (man beachte dort den Sandalenträger). Im MR tauchten sie erstmals als Grabbeigaben hochstehender Frauen auf, wurden im NR aber auch von den Männern übernommen (Pektorale des Tutankhamun). Im MR in eigenen Schmuckkästen oder -truhen aufbewahrt, finden sie sich im NR auf der Mumie selbst. Im MR zeigen sie (hieroglyphische) Darstellungen aus dem Königsdogma, z.B. Darstellungen im Zusammenhang mit dem Sedfest. Im NR dagegen nehmen sie direkten Bezug auf den Verstorbenen selbst (z.B. Pektoral mit dem Thronnamen Tutankhamuns - Neb-cheperu-Ra).  

Als Amulett mit magischer Kraft konnte das Pektoral neben dem Toten auch den Lebenden schützen. Daher wurde es von Göttern, Königen oder Privatpersonen getragen oder als Gabe Göttern oder Königen überreicht.



Pektoral des Tutanchamun
Fundnummer 267 D, JE 61884:
Höhe 14,9 cm,
Breite 14,5cm
Material: Gold, Silber, Halbedelsteine und Glas

Auf diesem Pektoral bilden die verschiedenen Begriffe Mond und Sonne, Unter- und Oberägypten, der Aufstieg des Herrschers zum Himmel und seine Herrschaft im Jenseits Themen, die einen ewigen Zyklus illustrieren.
(Weiteres zu diesem Pektoral in: Das Ägyptische Museum Kairo - Offizieller Ausstellungskatalog, Zabern 1986  Nr. 193, dort auch weitere Quellenangaben)
     


Quelle:
Lexikon der Ägyptologie, Bd. I-VI. Wiesbaden 1975-86, hier Bd. IV, Spalte 922-923

Eingestellt durch: Iufaa (20.02.2003)
Bearbeitet durch:  manetho (09.02.2004)


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