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  Neheb-Kau (Gott)
NHb-kAw


Einer der Götter beim --> Totengericht. "Oh, Neheb-Kau, der aus seiner Höhle hervorgeht! Ich war nicht selbstsüchtig, ich war nicht hochmütig und ich war nicht befehlshaberisch." Der Gott richtete also die Sünde der "Überheblichkeit". Der Gott ist bereits in den Pyramidentexten belegt und gilt als ein Gott, der "die Geister nutzbar macht". Er war wohl Fürsprecher des verstorbenen Königs bei den Göttern (PT1708). Als Eltern des Gottes gelten --> Geb und --> Renenutet, aber auch --> Selket wird als seine Mutter angesehen.

In den Pyramidentexten wir Neheb-kau als "Große Schlange mit zahlreichen Windungen" dargestellt, später dann als Mann mit Schlangenkopf und -schwanz oder anthromorph als Mann mit Schlangenkopf.

Seit dem MR feiert man am 1. Tag des 1. Monats der Peret-Jahreszeit das Neheb-kau-Fest, ausgehend wahrscheinlich von seinem Hauptkultort Herakleopolis magna.

Neheb-kau tritt auch als Gemahl der --> Nehemet-await in Erscheinung, die besonders in Hermopolis verehrt wurde und dort mit ihrem Sohn --> Schepsi sowie --> Thot eine Triade bildet. Danach könnte man Neheb-Kau mit Thot identifizieren.

Die Verehrung, die Neheb-kau genoss, ist auf seine Helfereigenschaften zurückzuführen. So ist er auf vielen Amuletten vor allem aus der Spätzeit zu finden.



Quelle:
Hannig, R., Grosses Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch. Mainz 1995, S. 1216
Erika Schott/Die ägyptischen Sünden, Göttingen
Wilkinson, R.H., Die Welt der Götter im Alten Ägypten, Stuttgart 2003

Eingestellt durch: semataui (08.07.2003)
Bearbeitet durch:  semataui (20.02.2006)


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