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  Grenzfestungen
Obernubien <-> Unterägypten
Wenn es in der Folgezeit auch vereinzelte Vorstöße der Pharaonen nach Obernubien gegeben hat, wo sich das lokale Königreich --> Kerma (um 2500-1500 v. Chr.) etabliert hatte, so wurde die ägyptische Reichsgrenze am zweiten Katarakt gezogen und sukzessive durch eine Reihe von Festungen gesichert, die teils auf Sichtweite zueinander errichtet wurden. Insgesamt sieben sind bekannt: von Norden nach Süden Buhen, Mirgissa und Schalfak am westlichen Nilufer, Askut dazwischen und Uronarti südlich davon jeweils auf einer Insel und zuletzt an beiden Uferseiten - an einer Stelle, wo auch eine natürliche Granitbarriere den Nil in ein besonders schmales Flußbett zwang - Kumma und Semna. Genaugenommen befanden sich hier drei Wehrbauten, nämlich auf dem Ostufer Kumma (auch als Semna-Ost bezeichnet) und, dieser Anlage genau gegenüber, auf der anderen Flußseite Semna-West und zuletzt einen Kilometer südlich davon die deutlich kleinere rechteckige Wehranlage von Semna-Süd. Von den drei Festungen war die sich auf allseitig schroff abfallenden Felsen erhebende Anlage von Semna-West die wichtigste und größte. Ihr der Landschaft optimal angepaßter L-förmiger Grundriß mit je einem Tordurchbruch in der Nord- und der Südmauer nahm rund 250 m Länge in die eine und 195 m in die andere Richtung ein.


Quelle:
Nubien - Antike Monumente zwischen Assuan und Khartum; Joachim Willeitner - Seite 32 ff.

Eingestellt durch: Apedemak (10.09.2003)
Bearbeitet durch:  Apedemak (06.04.2005)


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