Ägyptologie Forum Guten Abend Gast, hier einloggen oder registrieren.
19.11.2017 um 20:26:53


HomeÜbersichtHilfeSuchenLoginRegistrierenKalenderLexikonChat



A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | NEU
(2826 Begriffe im Lexikon)
Suchen | Filter | Abkürzungen | Neuer Begriff

« vorheriger Begriff | nächster Begriff »
  Gerätefries
Gerätefriese befinden sich meistens auf der Sarginnenfläche, gelegentlich aber auch in der Grabkammer (beispielsweise Grab des Ihii, 12.Dynastie, Memphis). Sie findet man aus der Zeit vom Ende des Alten Reiches bis in das Neue Reich.

Dargestellt werden hier die wichtigsten Stücke der für das Begräbnisritual benötigten Gegenstände bzw. allgemein Teile der "Totenausrüstung". Dies können einerseits Gegenstände für die Zeremonien sein, andererseits aber auch neben Lebensmittel ebenso Schmuck, Toilettenartikel, Schmuck, Waffen und Werkzeuge. In der späteren Zeit, also sozusagen nach der "Demokratisierung" des Jenseitsglaubens, auch bei Verstorbenen nichtköniglichen Geblütes Dinge der königlichen Grabausstattung.

Dabei wird aber in der Regel auf umfangreiche Darstellungen verzichtet. So wird statt des platzintensiven Darstellens von Feldarbeiten die schon fertig bereitete Nahrung (also sozusagen das Fertigprodukt) oder noch einfacher auch nur die Speicher, an Stelle der Werkstätten schon das Erzeugnis gezeigt.


- Vollbild -

Foto: monja
Gerätefries auf dem Sarkophag des Dagi aus TT 103, heute in Kairo.


Der Gerätefries ist aber nur eine Art Weiterentwicklung, denn in ähnlicher Weise hatte man schon in der 3. Dynastie vor dem Aufkommen der Reliefs einzelne Stücke der Ausstattung an die Wände der Kulträume gemalt. Sie sollen dem Verstorbenen den Genuss der Opfergaben garantieren und dies soll garantiert werden durch deren Versetzung an eine gesicherte Stelle, die für eine Beraubung als nicht lohnend angesehen wird bzw. zu einer solchen nicht reizt.



Eingestellt durch: manetho (12.09.2003)
Bearbeitet durch: -


Powered by YaBB