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  Gebel Barkal (Tempel)
Gebel Barkal, der „Reine Berg“, liegt ca. 650 km südlich von Assuan auf dem Ostufer des Nils, gegenüber von Napata zwischen dem 3. und 4. --> Katarakt.
Unterhalb der über 100 m steilen Felshänge entstand nach den Eroberungen durch --> Thutmosis III (18. Dyn) der südlichste Tempel rein ägyptischer Architektur.
Das Ipet-sut des --> Amûn von Napata, ein Sandsteingebäude von 150 m Länge, wurde unter Tutanchamun/Haremhab begonnen und bildete das Zentrum.
Seti I und Ramses II bauten den Tempel aus. Pije und Taharqa bauten weiter, und auch unter den --> Meroiten erfolgten Wiederherstellungen.

Eine Allee von Widdersphingen führt zum ersten, etwa 50 m breiten --> Pylon. Der dahinter liegende Säulenhof umschloss eine zentral aufgestellte --> Barkenstation.
Hinter dem älteren, nachfolgenden 2. Pylon/Hof mit einem Kiosk des Tanutamun lag der  3. Pylon mit einer 2 x 5 Säulenhalle, dann folgt der ursprüngliche Kernbau.
Der Kernbau umfasst einen weiteren Pylon, einige Sanktuare sowie einen Altar aus Granit, der aus der Zeit des Taharqa datiert.
1916 – 1919 untersuchte G.A. Reisner die Tempelanlage. Sechs weitere, kleine Tempel konnten weiter westlich lokalisiert werden. Neben Skulpturen, die aus Soleb hierher verschleppt wurden, wurden wichtige historische Inschriften gefunden.

Ein weiterer Tempel für „Amun, den Stier des Bogenlandes“, wurde durch Taharqa auf dem Westufer innerhalb der Palaststadt Sanam errichtet.

Die Tempel von Gebel Barkal bilden mit Sanam, --> Kawa und --> Tabo das Kernstück des kuschitischen Amun-Kultes.

weitere Lit:
G.A. Reisner, The Barkal Temples (JEA4, 1917)
Dows Dunham, The Barkal Temples (Boston 1970)





Quelle:
Arnold, D., Die Tempel Ägyptens. Augsburg 1996

Eingestellt durch: semataui (24.10.2003)
Bearbeitet durch:  semataui (02.05.2005)


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