Ägyptologie Forum Hallo Gast, hier einloggen oder registrieren.
24.11.2017 um 12:12:41


HomeÜbersichtHilfeSuchenLoginRegistrierenKalenderLexikonChat



A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | NEU
(2826 Begriffe im Lexikon)
Suchen | Filter | Abkürzungen | Neuer Begriff

« vorheriger Begriff | nächster Begriff »
  Ro-Setau (auch Re-Stau)

oder auch

rA-sTAw

wörtlich: "Ort des Treidelns"
ist ein Teil des Totenreiches, im Jenseitstext des Amduats ein "dem Sokar geweihter 'Sandort' der vierten und fünften Nachtstunde", durch den das Schiff des Sonnegottes getreidelt [gezogen] werden musste
Er erscheint ebenfalls im Zweiwegebuch (Kap 12.14)

Eine andere Auslegung übersetzt den Begrif mit "Mündung der Gänge" und weist dadurch nach Bonnet auf die Vorstellung hin, die die Schächte und die Höhlen der Gräber als Zugang zum Reich der Toten empfand. Diese Auffassung war wohl besonders in Memphis vertreten. Der memphitische Totengott Sokar wird daher auch als "der in Rosetau ist" bezeichnet (Pyr.445).
Unter diesem Namen hatte er auch ein besonderes Heiligtum, das auf dem Totenfelde von Gise in der Nähe der großen Sphinx lag. Dabei scheint der Name Rosetau sich weniger auf diesen Bezirk als auf die ganze Nekropole bezogen zu werden.

Mit der Ausprägung des Osiriskultes rückt Rosetau in die Reihe der Osirisstätten und wird dadurch zum erstrebenswerten Ziel des Verstorbenen.
Seine Zuordnung zur Nekropole von Gise weitet sich erheblich aus und so werden dann auch die Nekropolen von Abydos und der Deltastadt Athribis Rosetau genannt.
Schließlich wird Rosetau ganz allgemein zu einer Bezeichnung für die Totenstadt.



Quelle:
Bonnet, H., Reallexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. Berlin, New York 2000
KEMET 3/2003 S.43

Eingestellt durch: manetho (13.12.2003)
Bearbeitet durch:  manetho (16.09.2004), Iufaa (14.04.2005)


Powered by YaBB