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Elephantine (Tempel)
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  Stele
Ein Denkstein, gewöhnlich rechteckig oder mit gerundeter Oberkante, mit Bildern und /oder Text. Die Mehrheit der Texte hat funerären Charakter. Der Eigentümer der Stele zählte seine Namen und Titel auf, damit sie weiterlebten, und oft auch biographische Informationen. Häufig gibt es auch einen Anruf an die Lebenden, Opfer zu geben.

Grabstelen sind bereits aus der Protodynastischen Zeit bekannt, deren Hauptzweck es war, den in einen Serech geschriebenen Namen des Königs zu bewahren. Um den Beginn des Alten Reiches wurde dieser Typus mit der Nische kombiniert, in der die Stele stand, was schließlich zur Erfindung der Scheintür führte. Die Ägypter wollten im Idealfall in der heiligen Stadt Abydos begraben sein, oder, falls dies nicht möglich war, wenigstens einen Kenotaphen dort haben. Sogar dies war für die meisten Ägypter zu teuer, und so begnügten sie sich mit einer Stele, die sie in Abydos nahe dem Tempel des Osiris aufstellten.

Die dahinterstehende Vorstellung war, daß man dann zumindest 'dem Namen nach' in Abydos anwesend war. Ein weiterer Stelentypus ist der mit Hymnen an die Götter beschriebene. Unter den bekanntesten Vertretern dieses Typs sind jene mit Hymnen an den Sonnengott und andere Götter, die im Grab des Haremheb in Saqqara gefunden wurden. Votivstelen, die man hauptsächlich aus der Ramessidenzeit als Ausdruck der 'Persönlichen Frömmigkeit' kennt, enthalten Gebete an die Götter.

Der Stelenbesitzer bekannte auf ihr seine Sünden und pries die Größe des Gottes in der Hoffnung, geheilt zu werden. Manchmal ist auf diesen Stelen das Ohr des Gottes, 'der hört', abgebildet. Diese Art Stele war gewöhnlich nahe bei oder in einem Tempel aufgestellt.

Weiterhin gibt es Gedenkstelen, auf denen beispielsweise die Siege des Königs über seine Feinde und andere wichtige Ereignisse aufgezeichnet wurden. Da diese meist auf Befehl oder zugunsten eines Gottes geschahen, wurde dieser Stelentyp ebenfalls als eine Art Votivstele in Tempeln aufgestellt. Bekannte Beispiele sind die Restaurationsstele des Tutanchamun, die die Religionspolitik des Echnaton widerrief, und die Israelstele des Merenptah.

Schließlich gab es auch Grenzstelen. Diese markierten die Grenzen Ägyptens, einer Stadt wie etwa Achet-Aton oder auch kleinerer Bezirke. Stelen wurden fast stets aus Stein, gewöhnlich Kalkstein, angefertigt. Es gibt auch Exemplare aus anderen Materialien wie etwa Holz, das mit Gipsstuck verkleidet und bemalt wurde. Gelegentlich gibt es auch Stelen aus Fayence.

Eingestellt durch: manetho (13.01.2004)
Bearbeitet durch: -




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