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  Westliche Wüste
Das Gebiet westlich des Niltales, das sich bis zur libyschen Grenze erstreckt und daher auch die Libysche Wüste genannt wird. In diesem Gebiet gibt es eine Anzahl von Oasen, die ihr Dasein gewaltigen Mengen fossilen Wassers in den Tiefen der Erde verdanken, das in zahlreichen Quellen an die Oberfläche tritt. Die wichtigsten Oasen sind Bahrija, Siwa, Farafra, Dachle und Charga. Das Faijum, das sein Wasser von einem Nilarm erhält, ist streng genommen keine Oase.

Im Paläolithikum war die westliche Wüste dank reichlicher Niederschläge bewohnbar. Auch aus der späteren vorgeschichtlichen Zeit wurden viele Funde gemacht, beispielsweise Keramik, Pfeilspitzen und Reibsteine. Man hat auch Spuren kultivierter Pflanzen (in der Nähe von Nabta, das somit die älteste Ackerbauregion in Afrika ist) und domestizierter Tiere gefunden.

Die Oasen werden in ägyptischen Texten seit dem Alten Reich erwähnt. Zumindest unter Pepi I. und Pepi II. gab es Oasenverwalter; ihre Mastabas wurden in der Nähe von Dachle gefunden. Auch in späteren Zeiten werden die Oasen häufig erwähnt, und in mehreren Gräbern des Neuen Reiches sind Menschen dargestellt, die Erzeugnisse der Oasen bringen. Im Tempel von Edfu gibt es eine Liste von sieben Oasen; außer den fünf bereits erwähnten eine bislang nicht sicher identifizierte (wahrscheinlich el-Haiz) und das Wadi en-Natrun.

Die archäologischen Zeugnisse datieren von vorgeschichtlicher Zeit bis in das Mittelalter; eine großer Teil der Denkmäler datiert in die Spätzeit und insbesondere in die Griechisch-Römische Zeit. In der westlichen Wüste wurden verschiedene Mineralien abgebaut, etwa Amethyst und Karneol in einer Mine etwa 65 Kilometer nordwestlich von Abu Simbel.

Eingestellt durch: manetho (15.01.2004)
Bearbeitet durch: -




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