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Theben (Tempel)
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  Month-Tempel (Karnak)
Direkt nördlich des Amun-Tempels von Karnak liegt das Heiligtum des alten Stiergottes --> Month/Monthu. Optisch und räumlich ist er vom --> Amun-Tempel getrennt und ausgerichtet auf den 5 km weiter nördlich gelegenen Month-Kultort Medamut und er war mit diesem durch eine Sphinx-Allee verbunden.  
Über ein zweifelsfrei festgestelltes älteres Month-Heiligtum ließ --> Amenhotep III die jetzige Anlage errichten. Umgeben von einer Umfassungsmauer maß der Bezirk 151 x 155 m.
Das Tempelhaus befand sich auf der Ostseite, errichtet auf einem aus alten Tempelblöcken aufgebauten --> "Urhügel" von 1,15 m Höhe.
Da er heute völlig abgetragen ist, kann nur noch der Grundplan ermittelt werden.
Vor dem Tempel befand sich eine doppelte Säulenhalle.
Fünf Tore erschlossen diese Halle, mittig der Eingang zu den Month-Kulträumen, rechts und links davon die Barkenräume für die Begleitgötter --> Rat-taui? und .
Die beiden äußeren Tore führen in einen Umgang um das Tempelhaus.
Vom zentralen Viersäulensaal der Month-Räume führte eine Treppe zu Dach und ein Seitenausgang zum Heiligen See.

Unter den Seitenräumen des --> Sanktuars befand sich ein Kultbildraum und eine kleine Kammer, zu erreichen durch einen Durchstieg, der mit einem verschiebbaren Stein verschlossen war.
Noch zur Zeit des Amenhotep III wurde der Tempel erweitert: vor der Front entstand ein Hof, der an drei Seiten von einer Säulenhalle umgeben war. Neben der Treppe wurden zwei --> Obelisken aufgestellt.
Nach hinten hinaus wurde das Sanktuar erweitert, sodass das Tempelhaus eine Größe von 50 x 100 Ellen bekam (26,25 x 52,5 m).

Taharqa erweiterte den Tempel um eine weitere Säulenhalle. Die Umfassungsmauer stammt aus der Zeit des Nektanebos I, ebenso das Eingangstor, welches dann wohl von Ptolemäus III Euergetes I und Ptolemäus IV Philopator fertiggestellt und dekoriert wurde.
Auch aus ptolemäischer Zeit stammt das kleine --> Maat-Heiligtum an der Rückwand des Tempels, in Blickrichtung auf den Amun-Tempel und der parallel zum Month-Heiligtum liegende Kultort für --> Harp-Rê.


Literatur:
C. Robichon-Louis A. Christophe, Karnak-Nord III (1945-49, FIFAO 23 Kairo 1951)
A. Varille, Karnak I (1943, FIFAO 19 Kairo)
Robinson/Barguet/Leclant, Karnak-Nord IV (1951, FIFAO 25 Kairo)
J. Jacquet, Karnak-Nord V Le trésor de Thoutmosis Ier (1983, FIFAO 30 Kairo)




Quelle:
Arnold, D., Die Tempel Ägyptens. Augsburg 1996

Eingestellt durch: semataui (23.01.2004)
Bearbeitet durch:  semataui (27.01.2004), Iufaa (14.04.2005)


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