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  Kanon
Als Kanon bezeichnet man in der altägyptischen Kunst das System zur Proportionierung von Skulpturen und bei der Gestaltung von Reliefs.
Ausgehend von einem großen Gesamtquadrat werden die nächst kleineren proportionalen Größen
aus der Teilung von dessen Seiten im Goldenen Schnitt (M:d) gewonnen, indem vom Kreuzungspunkt der von ihnen gezogenen Diagonalen zwei kleinere Quadrate entwickelt werden (ß). Die Abschnitte zwischen den Spitzen und den Kreuzungspunkten der Seiten der kleinen Quadrate bilden die gesuchten acht proportionalen Größen (ansteigend R, J, E, N, O, S, C, A).



Die Lage der einzelnen Teile der Figur - die Höhe der Nase, des Mundes, der Halsgrube, der Schultern, der Taille usw. - wird durch die Kanonproportion bestimmt.
In der Spätzeit wird ein Kanonnetz ähnlich dem Lotrahmen verwandt, das, ausgehend von einem Gesamtquadrat für die Höhe der Figur, dieses zuerst in 18, später in 21 Viertelquadrate unterteilt.
Der „Berliner Papyrus“ beschreibt dieses Proportionssystem.




Quelle:
Afanassjewa/Lukonin/Pomeranzewa, Kunst in Altvorderasien und Ägypten, Verlag Iskusstwo Moskau 1977

Eingestellt durch: manetho (24.01.2004)
Bearbeitet durch: -


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