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  Mehen (Gott)
MHn



Die "Ringelschlange".

Im Amduat umgibt sie schützend den Sonnengott in der Unterwelt ab der 7. Nachtstunde. Als Schutzgott der Unterwelt bringt Isis sie ihrem Sohn Horus. Sie trägt den Beinamen anxw-jrw "lebend an Gestalten".

Die früheste Erwähnung von MHn ist auf Sargtexten des Mittleren Reiches. Dort ist ein Hinweis (CT 493, 495) auf "Mysterien des Mehen". Dort (CT 493, 495) wird erklärt, dass der Gott ein Wächter der Verbrecher sei = ein Wächter der Feinde des Re.

In der Ikonographie stellt sich Mehen als Gestalt mit 9 konzentrischen Kreisen dar, als "Feuerstrassen" bezeichnet (CT 758-760), die den Sonnengott einkreisen und beschützen.
Im Neuen Reich taucht Mehen ausgiebig in den Unterweltsbüchern (z. Bsp. Amduat) auf, wo sie sich um die Kajüte des Re wickelt, oder zusammengerollt auf ihr liegt und somit  den Sonnengott vor dem Bösen beschützt. Insbesondere vor der feindlichen Unterweltsschlange Apophis.


Desweiteren ist es die Bezeichnung eines Brettspieles, von dem es Beispiele aus Prädynastischer Zeit bis zum Alten Reich gibt. Peter Piccione vermutet hier den Ursprung der Vorstellungen zu Mehen.


Quelle:
Helck, W.: Mehen. in: LÄ IV Sp. 3
Wilkinson, Richard H.: Die Welt der Götter im Alten Ägypten. Stuttgart 2003, S. 223 f

Eingestellt durch: semataui (20.02.2004)
Bearbeitet durch:  Iufaa (14.04.2005), naunakhte (12.12.2005)


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