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  Schebet
Schebet: Ritualgegenstand sbt; wird in den Inschriften der griech.-röm. Tempel als sbt, wnsb, wsb oder wtt bezeichnet. Ältester Beleg im pRamses B, Bild 15. Nach dem dortigen Determinativ stellt die sbt ursprünglich einen in einer Kapelle hockenden Pavian dar. Seit dem Neuen Reich (=NR) wird sie als Ritualgerät in den" Vignetten" der sogenannten "Opferszenen " durch eine Konfiguration dreier Schriftzeichen angedeutet:
Einen hockenden Pavian und hinter ihm ein schmales längliches Zeichen (das im NR teilweise, und in der Ptol.Zeit regelmäßig als "Behälter-hn" (Gardiner, Zeichenliste V 36) verstanden wurde), über einer "Alabasterschale" (Gardiner, loc. cit., W 3) oder einer flachen Basis. In genau dieser Form ist die sbt auch dreidimensional aus Fayence belegt.


Die Empfänger des Ritualgegenstandes sind mit einer bekannten Ausnahme nur Göttinnen. Nach den Inschriften der griech.-röm. Zeit handelt es sich um ein kosmisches Sinnbild; die Ritualsprüche beziehen sich auf den Gott Thot und die Augensagen; die sbt symbolisiert die Wiederherstellung des linken Auges (d. h. des Mondes) und die Rückkehr der fernen Göttin (Hathor, Tefnut).


Die Meinung, das Gerät sei eine "Wasseruhr (Klepsydra)", ist abzulehnen.



- Vollbild -




Quelle:
Lexikon der Ägyptologie, Bd. V, Wiesbaden 1975-86, Sp. 547
Graefe, E., Das Ritualgerät Sbt / wnSb / wtT. in: Festschrift für Westendorf, "Studien zur Sprache"

Eingestellt durch: Iufaa (24.03.2004)
Bearbeitet durch:  Iufaa (10.04.2005)


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