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  Salbkegel
Als Salbkegel bezeichnet man einen konischen Aufsatz, den man häufig in Grabdarstellungen des Neuen Reiches auf dem Kopf von Männern und Frauen sieht. Beide Geschlechter tragen diese Aufsätze bei unterschiedlichen Anlässen zur Festkleidung und zwar sowohl auf Perücken als auch auf dem kahlen Schädel.
Die folgende Darstellung stammt aus dem Grabe des Sennedjem, TT1, in Deir el-Medinah, und zeigt den Grabinhaber und seine Frau, die von der Baumgöttin Nut mit Nahrungsmitteln versorgt werden.



Nach der vorherrschenden Meinung werden diese Salbkegel, die vermutlich hauptsächlich aus Ölen und fetthaltigen Substanzen bestanden, als Mittel entweder zur Körperpflege und / oder zur Verbreitung eines Wohlgeruchs interpretiert. Man nimmt an, dass die Salbkegel, die neben wohlriechenden Ölen wohl vorzugsweise mit Myrrhe versetzt wurden, im Verlaufe des Festes langsam schmolzen. Unter anderen dürften sie aber auch klebrige Harze enthalten haben, da die Salbkegel - wie schon erwähnt - offensichtlich auch auf der nackten Kopfhaut gehaftet haben.
Die Öle und Fette verteilten sich auf Kopf und Kleidung liefen, die ätherischen Anteile wurden dabei wie aus einem "Duftdepot" freigesetzt.


Weitere Verweise:



Quelle:
Müller, Chr. in: Lexikon der Ägyptologie, Bd. V. Wiesbaden 1975-86, Sp. 366

Eingestellt durch: Iufaa (02.05.2005)
Bearbeitet durch:  Iufaa (02.05.2005)


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