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  Henna
Pflanze: Lawsonia alba bzw. inermis, L.
Familie: Blutweiderichgewächse (Lythraceae)
Synonyme: Ägyptisches Färbekraut oder Färbestrauch, Hennastrauch

Die Heimat des Hennastrauches ist Indien und der Orient. Der Henna kann  ein 2 bis 6 m hoch werden, die Stämme des Strauches haben eine weißliche Rinde. Die kleinen, in Rispen stehenden Blüten sind weiß oder rosa gefärbt. Die 2 bis 4 cm langen Blätter des immergrünen Strauches sind gegenständig angeordnet, die Kurztriebe tragen z. T. Dornen.
Verwendet werden die getrockneten, pulverisierten Blätter, teilweise vermischt mit anderen färbenden Drogen.
Die folgenden Bilder zeigen links einen größeren Strauch und rechts die endständigen Blüten bzw. die Samen.



   

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In den westlichen Ländern wird Henna heute nur zu kosmetischen Zwecken verwendet. Die Blätter enthalten Gerbstoffe, Gallussäuren und Farbstoffe (vom Typ der 1,4-Naphtochinone), die Haaren oder Haut z.B. eine langanhaltende Rotfärbung geben. Man unterscheidet neutrales (ausschließlich zur Haarpflege eingesetzt), rotfärbendes und schwarzes Hennapulver (durch Beimischung von Indigo).

Aufgrund verschiedener Funde, z.B. der rothaarigen Mumie von Ramses II., nahmen die frühen Ägyptologen eine Verwendung von Henna zum Färben von Haut und Haaren an. Laut Germer liess sich bisher jedoch weder an Mumien- noch an Mumienbinden der chemische Nachweis von Henna führen. In der griechischen Antike wurde Henna hauptsächlich in der Heilkunde benutzt, da die pulverisierten Blätter fungizide und bakterizide Eigenschaften aufweisen. Allerdings lassen sich auch in der ägyptischen Medizin keine Hinweise auf eine Verwendung von Henna in der Heilkunde nachweisen.
Andererseits war den alten Ägyptern die Pflanze sicherlich bekannt, in einer Mumiengirlande aus der 20. Dynastie fanden sich Hennablüten, d.h. spätestens im Neuen Reich blühte Henna in äygptischen Gärten. Besonders in der griechisch-römischen Zeit war Henna als Bestandteil von Mumiengirlanden sehr geschätzt (Zweige des Henna-Strauches fanden sich in ptolemäischen Gräbern in Hawara; Germer, loc. cit.).



Quelle:
Germer, R., Die Heilpflanzen der Ägypter, Düsseldorf 2002

Eingestellt durch: Iufaa (12.05.2005)
Bearbeitet durch:  Iufaa (13.05.2005)


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