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  Horusstele
Unter diesem Begriff versteht eine meist aus Stein bestehende Tafel die in der Mitte das Bild des Horuskindes auf Krokodilen stehend abbildet. Horus hält in seinen Händen gefährliche Tiere wie Schlangen, Skorpione, einen Löwen und eine Gazelle. Unterstütztzung erhält Horus durch gefahrenabweisende Abbildungen wie dem Beskopf über seinem Haupt, auf größeren Stücken auch durch weitere das Böse abwehrende Darstellungen. Rechts und Links von Horus findet man oftmals Lotusstengel mit dem Zeichen des Nefertem, sowie ein Papyrusstengel mit einem Falken darauf.

Die Tafeln können des weiteren Zaubertexte enthalten, die um Schutz gegen Krokodile und Schlangen, aber auch vor Seth bitten.

Horusstelen tauchen in der zweiten Hälfte des NR auf. Horus gilt aber bereits länger als Schutzgott vor Schlangen. Die Pyramidentexte identifizieren einen von einer Schlange gebissenen, verstorbenen König mit Horus.

Die Stelen wurden in Häusern und Gräbern gefunden und haben einen Verbreitungshorizont der über Ägypten hinausreicht. Man findet das Motiv später auch auf kaiserzeitlichen Gemmen.

Eine der eindruckvollsten Horusstelen ist die --> Metternichstele.

Hier Beispiele aus dem Katalog: La Magia in Egitto ai tempi die Faraoni

   

eine Stele aus Milan und eine Statue mit Stele aus Turin




Quelle:
Lexikon der Ägyptologie, Bd. III. Wiesbaden 1975-86

Eingestellt durch: naunakhte (15.05.2005)
Bearbeitet durch: -


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