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  Wachs
Altägyptischer Wachs ist immer Bienenwachs, entweder rein oder mit bestimmten Beitaten (Harz, Oel) gemischt. Es gab anscheinend den starken Glauben, das dieses leicht verformbare und leicht brennbare Material eine besondere magische Kraft hat.

Viele Texte, die Wachs erwähnen, kommen aus griech.-röm. Zeit. Papyrus Salt 825 enthält z.B. eine Beschreibung zur Herstellung von Wachsfiguren um den Namen des Seth zu vernichten. Eine Geschichte um Alexander den Grossen beschreibt, dass Nektanebos II ein grosser Magier gewesen sei. Der Herrscher benutzte Wachsfiguren in einem versteckten Raum seines Palastes um gegnerische Armeen zu vernichten. In einem griech. Papyrus wird die Herstellung von Wachsfiguren von Eros und Psyche beschrieben, durch die man Macht über alle Männer und Frauen gewinne könne.

Aus früheren Epochen gibt es auch Verweise auf Wachs, so zum Beispiel in der bekannten Haremsverschwörung unter Ramses III.

Erhaltene Wachsfiguren mit solchen magischen Aufgaben sind bisher mit Sicherheit nicht nachweisbar. Die frühsten erhaltenen Wachsfiguren stammen dagegen aus der Ersten Zwischenzeit und kommen aus dem Bereich der Gräber. Es handelt sich um kleine Figuren, die den Toten darstellen. In der Dritten Zwischenzeit wurden oftmals die vier Horuskinder in Wachs modelliert und neben den Eingeweiden (die in dieser Zeit, nicht in Kanopen gelegt wurden) auf die Mumien plaziert, zweifelsohne zu dem Schutz der Eingeweide. In griech.-röm. Zeit sind Amulette aus Wachs sehr beliebt. Diese sind oft vergoldet.



Quelle:
Maarten Raven. Wax in Egyptian Magic and Symbolism. Oudheidkundige Mededelingen uit het Rijksmuseum van Oudheden te Leiden 1983 (64). 7-47

Eingestellt durch: Udimu (01.06.2005)
Bearbeitet durch:  Udimu (01.06.2005)


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