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  Rasieren / Rasierklingen
Rasieren ( Xao, Sao) / Rasiermesser (mXaot)
Rasiert wurden durch einen Barbier Bart (unrasiert galt wohl als ungepflegt, im Neuen Reich (NR) darüber hinaus als Zeichen der Trauer), Kopf- und Körperhaar (bei Krankheiten, ab dem NR bei Priestern, bei Klagefrauen, Königinnen  und Prinzessinnen). Siehe dazu auch Beiträge in der Forumsdiskussion zur Beschneidung -> Schamhaar-Rasur.


Die ältesten Darstellung des Rasiermesser als Wort ähneln den Geräte, die im Alten Reich (AR) im Gebrauch waren: Klingen mit breiter Schnittfläche und einem geschwungenen Griff (meistens Holz, aber auch Elfenbein), die vermutlich auf Spachtelförmige Vorläufer aus Feuerstein zurückgehen



Objekt UC40660, Rasierklinge aus Kupfer mit Elfenbeingriff, 3.-6. Dynastie, Fundort unbekannt; Petrie-Museum; London


Im Mittleren Reich werden die Rasiermesser trapezförmig und erhalten gelegentlich eine breite, konvex hervorspringende Schneide, so dass sie an eine Axt erinnern.



Objekt UC40540, Rasierklinge aus Kupfer, 12. Dynastie, Fundort unbekannt; Petrie-Museum; London


Im Neuen Reich erscheinen dann Rasierklingen mit einem Metallgriff, der auf dem Klingenblatt aufgenietet wurde. Dieser Griff ermöglichte eine drehende Handbewegung bei der Rasur.



Objekt UC40538, Rasierklinge aus Kupfer, 18. Dynastie, Fundort unbekannt; Petrie-Museum; London


Das Petrie-Museums verfügt mit 35 Objekten, die mit wenigen Ausnahmen auch im Internet einzeln als Abbildung zur Verfügung stehen, über eine übersichtliche Sammlung mit Objekten vom AR bis zur Spätzeit.



Quelle:
Müller, Chr. in: Lexikon der Ägyptologie, Bd. VI. Wiesbaden 1975-86, Sp. 149

Eingestellt durch: Iufaa (03.09.2005)
Bearbeitet durch: -


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