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  Pa-en-nesut-taui (Gouverneur, 19. Dyn, TT 156)
PA-n-ns.wt-tA.wj



Pa-en-nesut-taui lebte mit seiner Frau Mia in der Zeit des Ramses II. Er war ein Bruder des Amunpriesters Wenen-nefer, daher ist es möglich, dass er seine Ämter bereits unter Haremhab/Seti I ausgeübt hat. Eindeutig belegt ist er jedoch nur unter Ramses II, wo er als "Truppenführer" und "Gouvereur des Südlandes" genannt ist.

Pa-en-nesut-taui errichtete sein Grabmal in Dra Abu el-Naga (TT 156, Champollion Nr. 43). In unmittelbarer Nachbarschaft ist auch das Grab des Wenen-nefer zu finden (Kampp -162-).

Der Vorhof des Grabes ist fast bis zur oberen Grenze der Ziegelfassade verschüttet, nur ein schmaler Gang führt zum heute vermauerten Eingang des Grabes.
Zeichnung: semataui.de/Klaus Adams

Dekoration:

Querhalle
1. + 2. Sitzstatuen des Grabherrn und seiner Frau
3. [ein Gott?] in einem Kiosk

Pfeilersaal
4. Auf dem Pfosten außen links und im Durchgang Textreste.
5., 6., 7., 8. Die Pilaster zeigen den Grabherrn.

Pfeiler A - H
Der Grabinhaber vor Göttern:
Maat B a
Nut B c und H a
Rê-Harachte F a
Schu F c
Djed-Pfeiler G b
sa-Emblem H b
Die Pfeiler C c, D a und E a sind unter Bezug auf die Bestattungsanlagen mit "dem hinein- und herausschreitenden Grabherrn" dekoriert.

Schrein
9. Auf dem Sturz außen eine Doppelszene mit dem Knienden Grabherrn vor Osiris und der Westgöttin sowie vor Rê-Harachte und Maat. Im Durchgang links der Grabherr mit seinem Sohn Nachtmin und der Tochter Baket-werner, im Durchgang rechts betet er mit seiner Frau zu Osiris.
10. + 11. Drei Register mit Opferszenen

Die Grabkammer ist reich dekoriert. Sie zeigt auf der Nordwand sieben Szenen, so den Grabherrn bei der Anbetung des Westlichen Falken sowie einen falkenköpfigen Gott.
Auf der Ostwand befinden sich vier Szenen, so die Hathor-Kuh in den Bergen und den Grabherrn, geführt von Göttern.
Auf der Südwand befinden sich fünf Szenen: Sobek? führt den Verstorbenen zu einem falkenköpfigen Gott, dann zwischen zwei Göttinnen, das Wiegen des Herzens, Führung durch Horus und andere Götter.

Durch die Dekoration ist eindeutig ersichtlich, dass sowohl die slooping passage mit Grabkammer alsauch der Grabschacht rechts in der Pfeilerhalle aus der Erstkonzeption stammen. In der 21. und 22. Dynastie wurde das Grab mehrfach wiederbenutzt.

Funde
Ziegel des Pa-en-nesut-taui (Philadelphia Univ. Mus. Nr. 29.86.710






Quelle:
Porter & Moss, The Theban Necropolis Part One, Oxford 1994
Kampp, F., Die Thebanische Nekropole. Zum Wandel des Grabgedankens von der XVIII. bis zur XX. Dynastie, Mainz, S. 443ff.

Eingestellt durch: semataui (10.05.2008)
Bearbeitet durch: -


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