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  Meteoreisen
Meteoreisen (bjA)
Unter den beim --> Mundöffnungsritual (MÖR) verwendeten Gerätschaften finden sich mehrere, die bereits in den Pyramidentexten und Opferlisten des AR als aus bjA bestehend genannt werden. Dieses ägyptische Wort steht „für Meteoreisen“ oder „Eisen/Metall vom Himmel“. Da die Verwendung von Eisen als Material im alten Ägypten erst ganz langsam im NR (und dann vorwiegend durch Handelsimporte) einsetzte, ist es eigentlich verwunderlich, dass in dem sehr alten Kern des Rituals ein solches Material vorgeschrieben war. Der britische Ägyptologe Gerald A. Wainwright (1879-1964) hat sich zuerst ausführlich mit dieser merkwürdigen Materialproblematik befasst. In diesem Beitrag werden seine Ergebnisse und daraus resultierenden Überlegungen vorgestellt und dabei vor allem der Frage nachgegangen, wie die Ägypter auf die Verbindung zwischen Meteoreisen und Mundöffnung gekommen sein mögen. Ein paar an das Thema nur angrenzende Gedanken werden in drei Exkursen zu Pkt. 3 bzw. in etlichen Fußnoten als Pkt. 5 untergebracht.

In dem begleitenden Artikel --> Wortfamilie bjA wird versucht, durch ein Resumee der Dissertation von E. Graefe „Untersuchungen zur Wortfamilie bjA“ (1971) mit sprachwissenschaftlichen Ergebnissen den Ideengehalt des Komplexes Mundöffnung-Meteoreisen weiter zu erhellen und anzureichern.


1. Das Material Meteoreisen
Die Suchmaschine Google bietet zu den Stichworten Meteore, Meteoreisen etc. so gut aufbereitetes Material, dass hier nur ganz knapp wenige Stichpunkte genannt werden sollen. Weiterführende Literatur steht ebenfalls zur Verfügung, z.B. Brockhaus-Enzyklopädie (2006), L. Schultz, 1993, F. Heide und F. Wlotzka, 1995 u.a.m. Meteor von griech. meteoron: Himmelserscheinung, Lufterscheinung; meteoros: in die Höhe gehoben, in der Luft schwebend (Brockhaus Enzyklopädie 2006).

Um die Sonne kreist eine Vielzahl von kleinen und kleinsten Planeten, die als Asteroide bezeichnet werden. Bei Zusammenstößen entstehen Bruchstücke; wenn ihr Durchmesser kleiner als 1 km ist, nennt man sie Meteoroide. Nähern sie sich der Erde, gelangen sie in die Athmosphäre, wo sie sich durch Reibung erhitzen und dann als Meteore aufleuchten. Größere Objekte können so gar bei Tage als Feuerkugeln (Bolide) am Himmel zu sehen sein. Beide Himmelserscheinungen können außerordentlich spektakulär bis furchteinflößend wirken, zumal wenn Feuerkugeln mit blitzen und donnern als Meteorite zur Erde herunterfallen und dann gefunden werden können oder wenn ganze Meteoritenschauer niedergehen. Ganz kleine Objekte verglühen als Sternschnuppen, Reste fallen als winzige Staubpartikel zur Erde. Streng genommen müsste das Material „meteoritisches Eisen“ heißen (Synonym sideritisch = von den Sternen), aber da der Begriff Meteoreisen so gut eingebürgert ist, wird hier daran festgehalten. Was die Mengen bzw. Häufigkeit von Meteoritenniedergängen angeht, so schätzt man die Zahl pro Jahr auf ca 20.000, und es gelangen insgesamt mehrere 10.000 t Himmelsmaterie/Jahr zu uns, allerdings vorwiegend als Mikrometeoriten und kosmischer Staub (Brockhaus Enzyklopädie).

Die Zusammensetzung von Meteoriten wurde ausführlichst untersucht, da man daraus Informationen über die Entstehung unseres Sonnen- und Planetensystems erhält, vgl. Schultz S. 100-108. Man fand heraus, dass ca 95 % der Meteorite aus silikat- und eisenhaltigem Gestein bestehen, und etwa 5 % sind Eisen-Nickel-Meteorite, die neben metallischem Eisen 5-25 % Nickel enthalten. In der Erforschung der Verwendung von Meteoreisen im alten Ägypten und darüber hinaus spielte eine entscheidende Rolle, dass man über die Analyse des Nickelgehaltes eine sichere Angabe über die Identität von archäologischen Eisenfunden erhält: nur meteoritisches/sideritisches Eisen enthält Nickel, während aus Erzen des ägyptischen, mediterranen und mesopotamischen Raumes gewonnenes Eisen praktisch nickelfrei ist.


2. Fundstücke aus Meteoreisen in Ägypten
sind extreme Raritäten. In den zusammenfassenden Berichten zur Eisenverarbeitung in Ägypten sowie über eiserne Fundstücke von Lucas (1962), Coghlan (1977) und Wainwright (1932, 1936) werden nur zwei durch Ni-Analysen zweifelsfrei als aus Meteoreisen bestehende Objekte erwähnt:

Wainwright fand im Jahr 1911 bei Grabungen mit Petrie und Mackay in El-Gerzeh in zwei prädynastischen Gräbern (aus der Gerzeen-Zeit = Naqada II, ca 3500-3000 BC) sieben bzw. zwei stark verrostete Eisenperlen, die Bestandteile einer Kette bzw. eines Armbandes gewesen waren. In der Originalpublikation von Petrie et al. (1912, mit leider sehr wenig reproduktionsfähigen Abbildungen, die sog. Perlen sehen eher wie kleine Rohrstücke aus) glaubte Wainwright noch, dass die Perlen aus einem der sehr seltenen Funde von tellurischem/terrestrischem Eisen hergestellt worden seien. 1928 erstellte C.H. Desch Elementaranalysen, die einen Nickelgehalt von 7,5 % ergaben und damit das Eisen eindeutig als meteoritischer Herkunft bewiesen (zit. nach Wainwright 1932).- Der wohl eiserne Ring vom prädynastischen Friedhof in Armant (zit. Lucas l.c. S. 237) ging verloren, ehe er näher untersucht werden konnte.

Das zweite Fundstück aus meteoritischem Eisen (10 % Nickel, Lucas l.c. S. 238) ist die Klinge von einem der pesesch-kef-Amulette, die Brunton (1935) in Deir el-Bahari im Grab der Ashayit fand und die aus der 11. Dyn. stammen.

Ein drittes Objekt, das Reisner 1908 im Taltempel der Mykerinospyramide als Bestandteil eines MÖR-Bestecks gefunden hatte, war ein pesesch-kef aus Flint mit einer eisenrosthaltigen Kruste. Die Ni-Analyse von Dunham und Young (1942) erwies es als nickelfrei, so dass dieses Stück das älteste ägyptische Objekt aus irdischem Eisen ist. (Ich erkenne aus der zugänglichen Literatur nicht sicher, in welcher Weise der Flintstein mit dem Eisenanteil verbunden gewesen ist).

Die von Wainwright (1932, S. 74) erwähnten Fundstücke von einem aus Eisen gefertigten kleinen Rinderschenkel und einem Dechsel aus Elfenbein mit eiserner Klinge konnte ich in Arbeiten anderer Autoren nicht wiederfinden; Wainwrights Quelle (Deveria: „Le fer et l’aimant“ war mit nicht zugänglich).

Alle anderen Funde aus dem AR von Maspero (Meißel aus Saqqara, Bruchstücke einer Hacke aus Abydos) sind bezüglich Datierung und Fundumständen unsicher und enthalten wohl nur Spuren von Nickel (Wainwright 1936). Fundstücke aus Eisen werden erst im NR zahlreicher, insbesondere durch den vermehrten Handel mit syrischen und kleinasiatischen Zentren der Metallverarbeitung (vgl. Wainwright 1936), und in dieser Zeit erfolgte auch die sprachliche Differenzierung von bjA n pt („Eisen vom Himmel“) und bjA n Rtnw für das aus Syrien importierte, dort aus Erzen gewonnene Eisen. Eine eigene Eisenverhüttung und –verarbeitung ist in Ägypten erst seit dem 6. Jh. BC anzutreffen (in Naukratis, W. Helck LÄI).

Im Grab des Tutanchamun fand Carter einen Satz von Meißelmodellen mit dünnen Eisenklingen, die als zu MÖR-Zwecken gedacht angesehen werden. Das Eisen dürfte aber wohl bereits bjA n Rtnw – syrischer Import gewesen sein, ebenso wie die Klinge des schönen Dolches, der sich auch unter den Grabbeigaben befand (Wainwright 1936, S. 18).

Dass nahezu keine ägyptischen Fundstücke vorliegen/publiziert wurden, die aus Meteoreisen bestehen, beunruhigt mich etwas. Es führen van Walsem (1978) und Roth (1993) immerhin fast 30 erhalten gebliebene MÖR-Bestecke auf (wenn auch von mehreren nur die leeren Steinplatten geblieben sind). Harris (1961, S. 166) und auch Graefe (S. 26ff) kommen zu dem Schluss, dass bjA kein eindeutig definierter Materialterminus war, s. Pkt.4. Dennoch bleibt eine deutliche Diskrepanz zwischen den schriftlichen Zeugnissen, die bjA sagen und den so wenigen Funden, die es enthalten, wenn man nicht mit Graefe (S. 23ff.) als Erklärung gelten lassen will, dass auch ds = Flint in den frühen Dynastien als meteoritisches Material angesehen wurde; aus Flint sind mehrere MÖR-Geräte beschrieben, auch aus Schiefer, Kupfer, „Hartgestein“ (Graefe S. 29).


3. Meteoritenfall, Blitz, Donner und die Symbolik des Mundöffnungsrituals
Seit dem Fund der Eisenperlen 1911 durch Wainwright vergingen 18 Jahre, bis der Nickelgehalt und damit die „himmlische Herkunft“ dieses Eisens erkannt und bewiesen wurde, und erst 1932 veröffentlichte Wainwright seine in diesem Zusammenhang wichtigste Publikation „Iron in Egypt“ im JEA 18. Darin und in mehreren weiteren Arbeiten (1927-1936) hat dieser Autor umfangreiches Material zusammengetragen, mit dem er dem Symbolgehalt der Verwendung des Meteoreisens für Geräte des MÖR nachspürte. Es sind nicht alle seine Schlussfolgerungen und Überlegungen anerkannt, z.B. lehnt Bonnet (RÄRG S. 32) die Vermutung ab, dass das anikonische Kultsymbol des Amun (vgl. Wainwright ASAE 28) und Min sich auf einen Meteoriten zurückführen lasse. Ich finde aber in der neueren einschlägigen Literatur (Harris 1961; Graefe 1971; Roth 1993) keinerlei grundlegende oder weitergehende Widerlegung der von Wainwright vorgetragenen hier zusammengefassten Vorstellungen.

Wainwright geht von der Tatsache aus, dass Meteoritenfälle immer wieder beobachtet und registriert worden sind, die mit auffälligen blitzartigen Lichterscheinungen und nachfolgendem lautem Prasseln, Knallen und Donnern einhergingen, genauso wie Blitzeinschläge. So ist es nachvollziehbar, dass Meteoritenfälle mit Blitz und Donner gleichgesetzt wurden, sind doch beide Himmelserscheinungen durchaus ähnlich und gleichermaßen gewaltig und eindrucksvoll. Diese Gleichsetzung ist übrigens im eurasischen und afrikanischen Raum seit altersher im Volksglauben und in der Religion feststellbar. Blinkenberg (1911) hat eine große Materialfülle dazu gesammelt, im Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens (Hrsg. Bächtold-Stäubli 1927-1942) bringen die Stichworte Blitz, Donner, Komet, Meteorit u.ä. weiteres Material aus Deutschland und Nordeuropa. Alle diese Vorstellungen gehen von der gewaltigen zerstörerischen Kraft von Blitzen, der Furcht einflößenden Gewalt von Gewittern aus, diese sind ja auch viel häufiger zu erleben als Meteoritenfälle, wohl auch im eher „gewitterarmen“ Ägypten; immerhin zitiert Prior (1923) mehrere im heutigen Ägypten beobachtete Meteoritenfälle (z.B. Nakhla, 1911; Sinai/Kantarah, 1916). Die weit verbreiteten Göttervorstellungen, die sich mit Blitz und Donner verbinden und immer oberste Götter betreffen, ergaben sich daraus: in Ägypten Amun und Min, bei den Griechen Zeus, im Norden Thor/Donar und viele andere weltweit. Manchmal mögen an der Stelle solcher Blitz-Donner-Einschläge hinterher besondere schwarze und schwere Steine gefunden worden sein, die Eisenmeteoriten darstellen und als „Götterboten“ oder himmlische Fingerzeige und Sendboten göttliche Anbetung erfuhren (s. Pkt. IV).

So ergab sich wohl auch in Ägypten eine Kette von Identifikationen: Blitz und Donner, Meteorit, Eisen/bjA vom Himmel, zerstörerische Sprengkraft, Ausdruck göttlicher Aktivitäten bis hin zur Anbetung von Meteoriten (letzteres in Ägypten weniger belegt, sonst aber ebenfalls weltweit anzutreffen; Materialsammlung bei Newton 1897 und LaPaz 1969).

Das Ritual der Mundöffnung, das dem Verstorbenen die zu allen Lebensvollzügen und –genüssen zurückführende Wiederbelebung ermöglichen und sichern sollte (weit ausgebreitet von Assmann in: Tod und Jenseits, Kap. 13-17, 2001) stellt ja doch im Kern etwas ganz Unwahrscheinliches, eigentlich Unmögliches dar, die Überwindung des Todes – und es wird verständlich, dass dazu außerordentliche Mittel erforderlich schienen und eingesetzt wurden. Wainwright formuliert das so:

„Thunderbolt, or lightning stroke, is the most tremendous force in nature for splitting, rending and blasting. A thunderbolt was, therefore, the most terrific instrument the priest could find with which to accomplish his design of forcing open that which death had closed.” (Wainwright 1932, p. 6).

Die Gleichsetzung von Blitz/Donner und Meteorit/Meteoritenfall – im Altertum und bis in die Neuzeit ein weit verbreiteter Irrtum – könnte so eine mögliche Erklärung für die Verwendung des Meteoreisens im MÖR bieten, etwa so wie es Wainwright beschrieben hat.

Die Blitz-Meteoriten-Symbolik führt Wainwright noch ein Stück weiter:

Man findet in Ägypten nur an zwei Orten Fossilien, die einem Donnerkeil ähneln; so nennen wir im Deutschen ja auch die oft am Ostseestrand zu findenden Belemniten (belemnon = Geschoss, griech.), die versteinerten Schulpe ausgestorbener Tintenfische. Im europäischen Volksglauben wird ihre Entstehung mit Blitzen in Verbindung gebracht (Blinkenberg; Olbrich). In Ägypten stammen ähnlich geformte Fossilien von Meeresschnecken, bei Achmim eine Lithodomus-Art, bei Letopolis von Nerinea requieniana, s. Abb. 1, und man hielt sie schon immer für die Folge von Blitzeinschlägen, beide Städte wurden deshalb auch als „Blitzstädte“ bezeichnet. Schreibungen des Namens von Letopolis und von Min enthalten das Zeichen R22, 23 (Gardiner Liste), das auf diese Schneckenfossilien zurückgeführt wird.



Abb. 1: Schneckenfossilien. Oben: Zeichnungen Wainwrights der beiden im Text erwähnten Arten aus der Arbeit „Iron in Egypt“ (1932) bzw. „The emblem of Min“ (1931). Die beiden Skizzen darunter sollen Belemniten sein, nachgezeichnet von Wainwright nach einer Arbeit über englische Fossilien, s. Wainwright (1931, S. 1943). Dort zitiert W. einen Gewährsmann vom Geological Survey in Kairo, demzufolge es in Ägypten keine Belemniten geben soll, aber eben die Schneckenfossilien. Unten: Originalabbildung aus Newton (1898, Pl. XV) mit der Beschreibung der Nerinea Requieniana aus Ägypten, Fundort nahe Abu Roasch, die die Korrektheit der Formerfassung in der Nachzeichnung beweist, an diesen schönen Fossilienformen aber auch nachempfinden lässt, dass ihnen von den Ägyptern eine besondere symbolische Bedeutung beigelegt wurde.



Letopolis war Hauptort der Verehrung des Gottes Min, dessen Emblem Wainwright (1931) als zwei mit den stumpfen Enden zueinander gekehrte Belemniten bzw. Nerineafossilien interpretiert (= Gardinerliste Zeichen R22!), Newberry als zwei Blitzbündel (nach RÄRG S. 461), und so ähnelt es auch dem Zeussymbol auf griechischen Münzen (Wainwright 1932, 63). Letopolis wird als die Geburtsstadt der Horussöhne angesehen, die bei der Mundöffnung mit ihren Fingern aus bjA, später als aus dam (Gold) bestehend beschrieben, mithelfen. Solche Finger und andere MÖR-Geräte sind auf vielen Darstellungen von MÖR-Szenen zu sehen, wie auf einer Vignette aus dem Totenpapyrus des Priesters Ani, Fig. 2, auf der auch einige weitere MÖR-Geräte erkennbar sind.



- Vollbild -

Fig. 2: Teil der Mundöffnungsszene aus dem Totenpapyrus des Priesters Ani. Man erkennt in der Mitte zwischen dem Vorlesepriester und dem mit dem Pantherfellumhang bekleideten Sem/Iun-mutef über der kleinen Truhe aufgeschichtet (von oben nach unten) als oberstes evtl. die „Straußenfeder“, dann einen Rinderschenkel, wohl als Modell anzusehen, zwei Dechsel und darunter den „Goldfinger“; dann zwei Becher und (in grün) ein nms-Leinentuch, das auch zur Mundöffnung diente (Assmann l.c., S. 415, ohne Kommentar) oder (Otto, l.c. S. 21, 95) zum Reinigen des Statuenbauplatzes Verwendung gefunden haben könnte. Der Sempriester hat ein Libationsgefäß und ein Räuchergerät in den Händen, der zweite Priester hat eine Art Keule und nach oben in Richtung der rechts stehenden Mumie erhebt er wohl den wr-HkAw „Zauberstab“, der oft gewunden ist und am oberen Ende einen Uräeus oder später auch Widderkopf trägt. Quelle: W.A. Budge: The book of the dead, Pl. 6. London 1913.



Roth (1993) sieht im Vorkommen der “Blitz-Fossilien” an zwei Orten, Letopolis und Achmim, eine der möglichen Erklärungen für das paarige Auftreten der ntrtj-Klingen in den MÖR-Bestecken – wenn man nicht den Gebrauch der kleinen Finger beider Hände dafür heranziehen will, wofür es auch Darstellungen gibt (s. Roth 1993, fig. 8).
Zur Überwindung des Todes vermittels der Mundöffnung wurden weitere starke „Hilfsmittel“, Symbole, herangezogen: durch die Verschmelzung des MÖR mit dem Statuenritual kamen in der 5. Dyn. Bildhauerwerkzeuge ins Spiel, die unter verschiedenen Namen (s.u.) Meißel und Dechsel darstellen. Von allen wird gesagt, dass sie aus bjA seien bzw. sein sollen. Ein himmlischer Bezug ergab sich für die Ägypter dadurch, dass das Sternbild des Großen Wagens als Dechsel gelesen werden kann; seine genauso mögliche und in Ägypten übliche Interpretation als Rinderschenkel führte wohl dazu, dass auch diesem Opferstück eine himmlische Kraftwirkung zugeschrieben wurde (vgl. Abb. 8 im Artikel MÖR). Assmann (a.a.O S. 413/14) betont im Gegensatz zu Otto (1960), dass der Schenkel gleich wie der Dechsel zur Mundöffnung eingesetzt wurde und nicht als Opfer diente, die Begründung dafür findet er in den beiden genannten „Lesarten“ für das Sternbild Großer Wagen. Ein gewünschter, erhoffter Ewigkeitsbezug ergab sich für die deutungsmächtigen Priester dadurch, dass dieses Sternbild zu den Zirkumpolarsternen gehört, also auch in Ägypten ganzjährig am Nachthimmel zu sehen ist. Mit diesen siderischen Bezügen dürfte es auch zusammenhängen, dass die Schreibung von bjA schon seit der 5. Dyn. oft einen Stern als Determinativ aufweist; die ntrtj-Klingen werden in späteren Opferlisten zumeist als sbAwj - Sterne - bezeichnet: beides Hinweise auf das himmlische Material, aus dem sie bestehen sollen. Der in der späten 5. Dyn. hinzugekommene Dechsel wurde zumeist dwA-wp genannt, ebenfalls mit einem Stern als Determinativ und mit lautlichem Anklang an die dwAt, den Sternenhimmel, in dessen zirkumpolarem Bereich zumindest in manchen Jenseitsvorstellungen das Totenreich angesiedelt wurde.

Exkurs 1.
Die Bezeichnungen für Eisen in vielen alten Sprachen zeigen, dass das Wissen um die direkte Beziehung zwischen Himmel (Meteoriten) und Eisen wohl weltweit verbreitet war. Nur Beispiele aus dem vorderasiatischen Sprachbereich sollen hier nach Rickard (1941) angeführt werden. Das sumerische Wort für Eisen war an-bar = Feuer vom Himmel; das hetitische Wort ku-an hatte dieselbe Bedeutung; das hebräische parzil und das verwandte assyrische barzillu bedeutete Metall von Gott oder vom Himmel. Angesichts dieses wohl auf angesammelten überlieferten Beobachtungen beruhenden Wissens oder Ahnens im Alten Orient verwundert es schon, dass es im neuzeitlichen Europa bis etwa 1800 dauerte, ehe akzeptiert wurde, dass Meteoriten wirklich extraterrestrischer Herkunft sind (Schrift von Chladni 1794, s. Wikipedia: Meteorit).

Exkurs 2.
Es dürfte wohl keine Fehl- oder Überinterpretation sein, wenn man eine Reihe von Bibelstellen als Erwähnungen von Meteoriten- oder Feuerball-Fällen ansieht. Zimmer (1916) führt an: Josua 10, v. 11 und Psalm 18, 13ff. (Blitze und Hagel = Meteoritenschauer), 1. Mose 19 (Vernichtung von Sodom und Gomorrha: Feuer und Schwefel vom Himmel). Rickard (1941) ergänzt die Liste um einige Stellen aus der Apostelgeschichte (6, 13; 8, 10), die sich auf alttestamentliche Stellen beziehen. LaPaz (l.c. S. 86) führt Apg. 19,35 an, wo ein Götterbild des Jupiter, das vom Himmel gefallen ist, in Ephesus als Altar verehrt wird und ebenfalls ursprünglich ein Meteorit gewesen sein könnte. Weitere einschlägige Stellen sind zu vermuten.

Exkurs 3.
Der Meteoritenkatalog von Prior (1923) enthält über zweihundert belegte Berichte von Meteoritenfällen vor allem aus der Neuzeit (19. Jh.), die Blitz-, Donner- und Feuererscheinungen dokumentieren und damit verständlich machen, dass in der Vergangenheit daraus Anlässe zu religiöser Verehrung, zu Münzprägungen (s. hierzu auch Pkt. IV) und auch zu biblischer Erwähnung wurden, s.o. Exkurs 2. Schließlich lässt sich diese so dokumentierte relative Häufigkeit von lautstarken, imposanten Meteoritenfällen auch zur Unterstützung von Wainwrights Vorstellungen heranziehen.


4. Die MÖR-Geräte aus bjA
Harris kommt in seiner eingehenden Untersuchung der Namensbedeutung von Mineralien im Ägyptischen (S. 166/7) bezüglich des bjA (vor allem in der Differenzierung zur Bezeichnung von Kupfer, Hmty) zu einer zusammenfassenden Aussage, die allerdings im Einzelnen vieles offen lassen muss:

„Die Bedeutung von bjA kann nicht zufriedenstellend angegeben werden, da es offenbar ursprünglich ein Wort von ziemlich allgemeiner Bedeutung war, das für solche Substanzen stand, die die Ägypter für meteoritischen Ursprungs hielten. Es umfasste somit Eisen, meteoritisches Material und wohl auch andere Minerale, die fälschlich dafür gehalten wurden, darunter die Erze Magnetit und Hämatit, sofern sie metallisches Aussehen hatten, und vielleicht auch andere Eisenerze, die erst später als solche erkannt und benannt wurden.“ (eigene Übersetzung)


Ein Widerspruch zu dem in Pkt. 3 zu den aus bjA bestehenden MÖR-Geräten Gesagten besteht nun darin, dass außer den in Pkt. 2 erwähnten seltenen Ausnahmen keine solchen aus Meteor- oder anderem Eisen bestehenden Geräte gefunden wurden. Eine Erklärung dafür könnte die oft mögliche Umwandlung in Rost bieten – bei den ariden klimatischen Bedingungen in Ägypten nicht allzu wahrscheinlich (ausführliche Diskussion dazu bei Lucas, l.c., S. 237), aber immerhin ist möglich, dass solche Rostobjekte bei unaufmerksamer Grabung verloren gingen. Sowohl Wainwright (1932) als auch Roth (l.c. S. 72) bieten als Erklärungsmöglichkeit und damit Ausweg aus dieser Diskrepanz, dass man wohl wegen der Seltenheit des Himmelseisens kostbarere Materialien als gewöhnlichen Stein für diese rituellen Gerätschaften verwendete, aber trotzdem von bjA sprach, um ihre magische Wirkung nicht zu gefährden oder gar zu verlieren. Vgl. auch Pkt. 2 zu ds, Flint.

Die in Pyramidensprüchen (nach Roth a.a.O. z.B. Pyr. 13c, 14, 30b, 1983) immer wieder erwähnten verschiedenen Gerätschaften aus bjA: Dechsel mit unterschiedlichen Namen wie nwA, dwA-wr; Meißel: mddft, mdA.t, die „Poliersteine“ (Otto), die Roth als nTrwj interpretiert; der Rinderschenkel hps bzw. Dechsel Großer Wagen msxtjw – alle verfolgen, dienen demselben Zweck, nämlich mit himmlischen Kräften das eigentlich Unmögliche, die Wiedergeburt, Wiederbelebung des verklärten und gerechtfertigten Gestorbenen zu erreichen. Bonnet (RÄRG S. 341) weist darauf hin, dass die Ägypter das Fortleben nicht als ein immaterielles, seelisches, sondern wirklich als in der leiblichen Gestalt erfolgend verstanden und demzufolge ein so umfangreiches und in viele Richtungen hin um Absicherung des Erfolges bemühtes Ritual „erfanden“. Die Vielzahl an angewendeten Geräten kann man als „symbolische Redundanz“ ansehen. Sie rührt aber wohl auch daher, dass Funktion und Bedeutung mancher alten Utensilien im NR nicht mehr verstanden oder auseinandergehalten wurden, und nur aus dem NR sind uns mehr oder weniger vollständige Sequenzen des MÖR überliefert, nur seit dem NR kennt man eine Ritualabfolge für die Mundöffnung.


5. Fußnoten
Das weite Feld des Blitz-Donner-Meteoriten-Gebietes reizt dazu, auch noch ein paar Aspekte aus dem Umfeld der Naturmythologie, die sich aus diesen Phänomenen für die steinzeitlichen Naturbeobachter ergaben, abschließend wenigstens anzudeuten.

  1. Schriftliche Erwähnungen von Meteorerscheinungen oder Meteorfällen sind aus Ägypten extrem selten und zeigen, wie von Wainwright betont hervorgehoben, dass die Ägypter offenbar nicht differenzieren konnten zwischen Blitz/Donner und Meteoriten, s. D. Meeks, LÄ IV 117/8. Auch bezüglich der als Meteoritenfall interpretierten Szene aus dem Märchen vom Schiffbrüchigen und einigen Textstellen mit sSd = „strahlender Stern, der den Himmel mit großer Geschwindigkeit überquert“ ist Meeks eher der Meinung, dass eigentlich Blitze gemeint sind. Am ehesten noch könnte die während eines in Nubien z. Zt. von Thutmosis III. beobachtete Meteor- oder Sternschnuppenerscheinung hier einzuordnen sein (Urk. IV, 1238, 10-13, zit. nach Meeks, LÄ IV).

  2. Von Judith K. Bjorkman (1973) wurden aus dem assyrischen und babylonischen    Kulturbereich zwei umfangreiche Sammlungen von astromantischen Omina ausgewertet, „Emuna Anu Elil“ und „namburu-Texte“, die zwei wichtige Unterschiede zu den ägyptischen Vorstellungen zeigen: nämlich 1. dass dort offenbar sehr wohl zwischen den verschiedenen Erscheinungen (Sternschnuppen, Meteoren, Boliden, Meteorschauern und Kometen) differenziert wurde, die als Botschaften der Götter Ereignisse ankündigten bzw. bestimmte Ergebnisse von Unternehmungen erwarten ließen. Und 2. dass dort keinerlei göttliche Verehrung für Meteoriten, obwohl man von ihrem extraterrestrischen Ursprung wusste, erkennbar ist. Anders als in Ägypten, wo mit dem bjA wie hier ausgeführt, eine ausgedehnte „Material-Mythologie“ entwickelt wurde, scheint es keine Verwendung von Meteoreisen in Mesopotamien gegeben zu haben.- Die o.g. Omen-Sammlungen entstammen alle frühestens der Mitte des 2. vorchristlichen Jahrtausends.

  3. Zum Stichwort Materialsymbolik oder –mythologie gehört auch, dass nicht nur in Pyramidensprüchen (Pyr. 14a; 1983e), sondern auch noch bei Plutarch (de Iside Kap. 62) bjA als „Knochen des Seth“ apostrophiert wird (Wainwright 1932, 1936). Seth ist ja nach Pyr 261 „Herr der Gewitterstürme“ und schon damit in unserem Themenkreis verankert. Petrie fand bei Grabungen im Seth-Heiligtum in Qau el-Kebir große Mengen von schwarz verfärbten fossilierten Flusspferdknochen, z.T. eingewickelt als Grabbeigaben oder wie eigens bestattet, die durch die Mineralisierung einen metallischen Glanz erhalten hatten und so vielleicht materieller Ausgangspunkt für diese Gleichsetzung geworden sind (zit. nach Wainwright 1936) . In Qau soll entsprechend der Legende der Kampf zwischen Horus und Seth stattgefunden haben. Aus bjA war übrigens auch der Speer gedacht, mit dem Seth die Apophisschlange vom Boot des Sonnengottes aus attackiert (Wainwright, l.c. 1936, S. 12; Graefe S. 8223 = Tb. Kap. 109), und die Spitzen der Speere des Horus waren ebenfalls daraus (Maspero 1893, S. 321, wo er Horus von Edfu direkt als einen „dieu de fer“, Gott des Eisens bezeichnet, weil der Himmel ja auch als aus bjA bestehend gedacht wurde; weitere Zitate Graefe S. 8222), s. dazu auch noch Pkt. V

  4. Göttliche Verehrung von Meteoriten: Wainwright glaubte nachgewiesen zu haben, dass in Theben, Napata und Siwa befindliche Heiligtümer die Verehrung von Meteoriten pflegten, die dort als Bestandteile von Altären bzw. als „anikonische Kultsymbole“ heilig gewesen sein sollen (ASAE 28 (1928) 183-187, ders. 1933; 1934). Wenn er mit dieser Ansicht wohl auch ziemlich allein blieb, so sind Zeugnisse vor allem aus der griechischen Antike vielfach belegt, dass Meteoriten als wesentliche Teile von Altären und Orakeln galten (Delphi, Ephesus, Pessinus, Tyros, Cassandria, Gythion u.a., zit. nach LaPaz, Newton, Wainwright 1930, fußend auf antiken Quellen von Plutarch, Pausanias, Plinius, Strabo, Livius). Darüberhinaus kennt man eine Vielzahl von Münzen aus dieser Zeit, die aus Anlass von Meteoritenfällen geprägt wurden (LaPaz S. 87) mit Darstellungen von offenbar verehrten Steinmonumenten (Baitylien; s.d. in Roscher, 1884 ff; s. auch das Stichwort Bätylien bei Wikipedia).
    Dass der in der Kaaba von Mekka verehrte heilige Stein, Hadjar al-Aswad, ein Meteorit sein soll, wird vielfach behauptet, eine Nickel-Analyse scheint jedoch zu fehlen (so Wikipedia), so dass die Identität unsicher bleibt.

  5. Als Donnerkeile werden im Volksglauben nicht nur die Belemniten bezeichnet, sondern auch die früher immer wieder auf Feldern gefundenen Steinbeile, Donnerbeile, Donneräxte (in Dänemark regional auch versteinerte Seeigel bzw. Faustkeile, Blinkenberg 1913). Wie häufig sie gefunden wurden, kann man z.B. im Vorgeschichtsmuseum der Stadt Halle sehen: dort ist eine ganze Wand mit solchen Fundstücken geschmückt, s. Abb. 3.


    Abb. 3. Ein Ausschnitt der ca. 100 m2 großen Wand im Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt in Halle, an der ca. 3.600 in Mitteldeutschland gefundene steinzeitliche Steinbeile und ähnliche Werkzeuge angebracht wurden. Man erkennt auch gut die unterschiedliche Größe und Form der Objekte. (Quelle: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Foto v. Juraj Liptak)



    Der ursprüngliche Zweck dieser steinzeitlichen Geräte war vergessen, so nahm sich die volkstümliche Materialmythologie ihrer an und verknüpfte sie mit den Blitzgöttern (vgl. Olbrich zum Stichwort Donnerkeil im Handwörterbuch des dt. Aberglaubens, aber auch bei Blinkenberg 1911). Man sah in den Donnerkeilen die Waffen dieser Götter (Thors Hammer Mjölnir, das Blitzbündel von Zeus) und vielfach wurden zu Beginn der Metallzeit aus den Blitzgöttern „Himmlische Schmiede“. S. Hummel (1960) zeigte auf, dass diese Vorstellungen von Kleinasien aus über Indien bis nach Tibet und Japan gelangten; bezüglich Chinas macht er keine Angaben. Die mediterrane Doppelaxt verwandelte sich in Tibet in den lamaistischen Donnerkeil Rdo-rje (Hummel, 1953). Den Bogen schlägt man zurück nach Ägypten: Maspero (1893) widmet den „Schmieden des Horus“ einen Aufsatz. Sie heißen msnjw oder masnitiu und werden als eine Art Leibgarde des Horus von Edfu beschrieben, bewaffnet mit einem Dolch und Kurzspeer mit Eisenspitze, und ein bestimmter Raum im Tempel masnit sei für sie reserviert gewesen. Da sie im täglichen Tempeldienst auch mehr haushälterische Pflichten wahrzunehmen hatten, könnten sie in den Horusdienern wiedererkannt werden; vgl. Kurth 1994, S. 110, 114. Auch zu Mesen, dem Ort der Harpunierung des Seth-Nilpferdes, dürften Beziehungen bestehen (RÄRG S. 459; LÄ IV 108), findet sich doch in Edfu eine Kapelle des „Horus Herr von Mesen“, in der der Horusspeer verwahrt und verehrt wurde (LÄ III 60) – vielleicht ist dieser Raum der o.g. masnit gewesen?

  6. GOOGLE liefert unter dem Stichwort „Meteoreisen“ Hunderte von Eintragungen, die Meteoreisen als Heilmittel im Bereich der Anthroposophischen und Homöopathischen Medizin anpreisen. Der Glaube an eine Heilkraft des „Himmelsmaterials“ ist uralt. Die heute dafür ausgesprochenen Begründungen weisen in außerhalb der Schulmedizin stehende, eher spekulative oder esoterische Bereiche (s. z.B. den Eintrag Madejsky: „Leben auf halber Flamme. Praxiserfahrungen bei Pfeifferschem Drüsenfieber“).

  7. Eher als Kuriosum sei ans Ende die Abb. 4 gestellt. Sie zeigt, dass die Zeitschrift Meteoritics im Jahre 1973 als Schmuck ihres Deckblattes das in Hieroglyphen geschriebene Wort für Meteoriten wählte. Nach Graefe (Tab. 3, Taf. 8) ist es allerdings eher die Schreibung des AR für Himmel bjA (PT 305a T), was ja aber ebenfalls passt.


    Abb. 4: Cover-Vignette der Zeitschrift Meteoritics (Erscheinungsort: Fayetville/Ark.) 1973. Der Lexikonartikel „bjA Wortfamilie“ enthält in den Abb. 4a-c weitere Schreibbeispiele.



Der Lexikonartikel „bjA Wortfamilie“ enthält in den Schlussbemerkungen eine zusammenfassende Wertung der Meteoreisen-Mundöffnungs-Problematik. Für diesen Artikel wurden mehr Parallelquellen angezogen als in der Regel üblich, weil die quellenkritische Sichtung in diesem Umfeld besonders erforderlich schien.



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Eingestellt durch: menna (14.01.2009)
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