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   Architektur & Kunst (460)
   Nachtrag zur Knickpyramide (41)
  Autor/in  Thema: Nachtrag zur Knickpyramide
Taharqa  maennlich
Member

  

Nachtrag zur Knickpyramide 
« Datum: 09.12.2001 um 00:05:58 »   

Osiris schrieb:
Zitat:
Die Knickpyramide ist eben keine Fehlkonstruktion!!! Sie ist im Gegenteil eine sehr bewußt durchdachte geometrische Planung.

Ich habe noch eine Bemerkung dazu. Vielleicht solltest Du Dich auch einmal mit den baulichen Besonderheiten der Pyramiden beschäftigen, anstatt zu versuchen irgendwelche mathematischen Gesetzmäßigkeiten auf diese zu projezieren. Die Knickpyramide hatte zunächst einen Neigungswinkel von 58-60 Grad. Nachdem sich aber Setzungsrisse im Bereich des Kammersystems zeigten, wurde der Winkel um ca. 5 Grad verringert. Durch den schlechten baulichen Untergrund aus Kiesel-und Tonschiefer verschlechterte sich die bauliche Lage aber zusehends. Das dürfte der Grund dafür sein, das man sich entschied nach ca.49 Metern auf nur noch 45 Grad zu gehen. Desweiteren wurden nur noch kleinere Blöcke verwendet. Ich kann mich da nur Gittas These anschließen, das die alten Baumeister eher praktisch dachten und deshalb die Neigung zu 99 Prozent aus rein baulich-statischen Gründen veränderten. Ein weiteres Indiz ist die Aufgabe der oberen südöstlichen Kammer, die man zunächst noch versuchte abzustützen und zu verstreben. Ähnliche Probleme gab es auch bei der Pyramide von Meidum. Der Architekt Kurt Mendelssohn hat meiner Meinung nach eine plausible Erklärung zur Ruine von Meidum. Was, so überlegte er, wenn der Neigungswinkel von 54 Grad bei der Knickpyramide, der auch dem Bauplan der Pyramide von Meidum zugrunde gelegen haben könnte, bei der damaligen Technologie  zu steil war? Die Steinblöcke wurden ja ohne Mörtel oder andere Verbindung aneinander gefügt und nur durch ihr Gewicht zusammengehalten. Bei fast allen späteren Pyramiden sind die Steinblöcke jeweils nach innen geneigt, während man in Meidum und bei der "Knickpyramide" feststellen konnte, daß die Steine des äußeren Mantels genau waagerecht aufeinanderliegen. Mendelssohn schrieb: "Die polierten Außenwände der beiden ursprünglichenn Stufenpyramiden stellen gefährliche Gleitflächen dar, an denen das darüber liegende Material keinen festen Halt findet. Als noch riskanter erweist sich die Struktur des äußeren Steinmantels. Zuerst, waren die Stufen aufgefüllt worden. Hier ruhten die aufgelegten Blöcke verhältnismäßig sicher auf den ursprünglichen, nach innen geneigten Strebewänden. Dann jedoch, um den gewünschten Böschungswinkel von 52 Grad zu erreichen, wurde ein weiterer Mantel von etwa 7 Meter Dicke außen aufgelegt. Dieser Mantel entbehrte jeder stützenden Untermauerung. Als das Gewicht dieses losen Steinmantels stetig anstieg, wurde (möglicherweise bei einem Regenfall) der kritische Zustand erreicht, beidem der lokale Druck zum Bröckeln der Steinquader und damit zur Katastrophe führte."
Mendelssohn meinte schließlich: "Man kann es den Archäologen kaum übelnehmen, daß sie diese Ursache für die Zerstörung der Meidum Pyramide nicht erkannten. Plastischer Fluß des Baumaterials unter seinem eigenen Gewicht tritt bei gewöhnlichen Gebäuden niemals ein, da die Masse des Bauwerks immer viel zu klein ist. Nur bei enormen Anhäufungen wie bei einer Pyramide kann das Gewicht in dieser Weise gefährlich werden. Meine Meinung ist, das die alten Baumeister einen stetigen Lernprozeß durchmachten, der schließlich bei der Pyramide des Chufu den Höhepunkt erreichte. Man könnte also auch sagen, das die Vorgängermodelle so eine Art Feldversuch waren.
Möglicherweise gibt es oder gab es auch keine schriftlichen Überlieferungen mathematischer Überlegungen und die Baumeister gaben Ihr Wissen ähnlich der Dombauhütten im Mittelalter an die nächste Generation weiter.
MfG Taharqa
Gitta  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #1, Datum: 09.12.2001 um 01:53:53 »     


Zitat:
Möglicherweise gibt es oder gab es auch keine schriftlichen Überlieferungen mathematischer Überlegungen und die Baumeister gaben Ihr Wissen ähnlich der Dombauhütten im Mittelalter an die nächste Generation weiter.


So sehe ich das auch. Es gibt wohl nur drei Quellen mathematischer Aufzeichnungen: Papyrus Rhind, Papyrus Moskau, die mathemaische Lederrolle, Papyri Kahun. Alle stammen aus dem Mittleren Reich und sind "nur" Lehrübungen für Schreiber, keine Lehrbücher für angehende Baumeister und schon gar keine wissenschaftlichen Werke. Sie zeugen aber davon, dass die Ägypter selbstverständlich mathematische Fähigkeiten hatten und ich bin auch davon überzeugt, dass das Wissen der großen Griechen seinen Ausgang in Ägypten hatte. Den hohen wissenschaftlichen Anspruch der Griechen hatten aber die Ägypter meiner Meinung nach nie. Man darf nicht vergessen, dass die Antriebsfeder für den Bau der großartigen Monumente nicht Forscherdrang war, sondern Religion (und für den König sicher auch ein gutes Stück Politik). Deshalb ist die eigentlich ironisch gemeinte Bemerkung, die Ägypter "auf Begräbnisrituale zu reduzieren", gar nicht mal so falsch. Wohnhäuser und Paläste waren nur "Herbergen aus Nilschlammziegeln", genauso vergänglich wie das irdische Dasein. Gräber aber waren dazu ausersehen, unvergänglich zu sein und deshalb aus Stein. Die ganze mathematische Gehirnakrobatik, die heutzutage mit den Pyramiden betrieben wird, vergißt schlicht und einfach die kulturelle Grundstruktur ägyptischen Denkens.

Kurz nochmal zur Würfeltheorie von Osiris: alle ägyptischen Monumente, von den Pyramiden über die Gräber bis zu den Tempeln strotzen vor Symbolik. Das Symbol des Würfels gibt es meines Wissens nirgendwo, sieht man einmal von der Kunstform der Würfelhockers im Neuen Reich ab. Warum sollten die Baumeister der 4. Dynastie beim Bau einer Pyramide auf dem Würfelprinzip aufsetzen?

Gitta
Osiris  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #2, Datum: 09.12.2001 um 11:35:59 »     

Hallo zusammen,
also Sonntags ist das immer etwas schierig mit dem Posten, hat eben nicht geklappt, muß ich halt alles noch einmal schreiben.
Das Buch und die Thesen von Medelssohn kenne ich. Habe ich auf meiner Seite auch erwähnt. Ich verstehen nur nicht, warum Ihr geometrische begründete Vermutungen nicht auch bei der Betrachtung der Knickpyramide mit einbeziehen wollt. Die Theorie der Abänderung der Knickpyramide von einer steileren auf eine flachere Pyramide ist doch auch nur eine begründete Vermutung. Ein wichtige Indiz für meine These, das die Knickpyramide von Anfang an als Knickpyramide geplant war, findet sich im unterem Kammersystem. Die Kammern wurden doch sicher schon beim Beibeginn mit angelegt, oder sogar schon vorher, dennoch bilden sie den Knickbereich der Pyramide ab. Ich habe die Statischenprobleme der Knickpyramide nicht bestritten, wann allerdings diese Setzrisse entstanden, können wir auch nur vermuten, sie müssen nicht zwangsläufig schon während der Bauphase aufgetreten sein. Ich meine, wenn man Erkenntnisse die man durchaus am Bauwerk gewinnen kann ausklammert, und geometrische Erkenntnisse sind ebenso Erkenntnisse wie statische Erkenntnisse, dann argumentiert man unwissenschaftlich. Veribt man sich da irgent etwas, wenn man eine Anlage auch geometrisch untersucht, doch eher das Gegenteil ist der Fall. Jeh mehr relativ gesicherte Erkenntnisse wir über die Knickpyramide sammeln, desdo besser kann man doch dieses Bauwerk einschätzen. Ich denke meine geometrischen Ergebnisse zu dieser Pyramide lassen schon einiges der Planung der alten Pyramidenbauer nachvollziehbar werden.
Gruß
Osiris
semataui  maennlich
Member

  

Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #3, Datum: 13.12.2001 um 15:41:58 »   

Hi Osiris,

ich bin kein Fan von Zahlenmystik, daher habe ich mich nicht mit postings beteiligt.


Zitat:
Der Architekt Kurt Mendelssohn hat meiner Meinung nach eine plausible Erklärung zur Ruine von Meidum.


Kurt Mendelssohn war kein Architekt, sondern deutscher Naturwissenschaftler, der als Jude nach England emigrierte und dem es als erstem gelang, Helium zu verflüssigen.
Sein durchaus lesenswertes Buch über die ägyptischen Pyramiden ist allerdings in seiner These über die antike Baukatastrophe absolut überholt (Grabungsnachweise).

Gruss
semataui
Taharqa  maennlich
Member - Themenstarter

  

Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #4, Datum: 13.12.2001 um 19:33:26 »   


Zitat:
Kurt Mendelssohn war kein Architekt, sondern deutscher Naturwissenschaftler

In meiner Quelle wurde er als Architekt bezeichnet. Danke für den Hinweis.  
Sinuhe  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #5, Datum: 17.12.2001 um 20:27:17 »     

auch ich muss meinen Senf dazugeben. Wie ich im Thema Mathematik schon angeführt habe, wurde die Knickpyramide nicht so geplant. Nach dem Baufiasko musste Stabilität in dieses Bauwerk und da wurde die Kammer erst geplant und eingebaut. Bei interesse kann ich die Literatur angeben.
Ich schliesse mich der Meinung von Gitta und Taharqa an.
Osiris  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #6, Datum: 18.12.2001 um 11:36:27 »     

Hallo zusammen,
ich meine das untere Kammersystem. Dieses System wurde beim, oder sogar vor dem eigentlichem Bau der Pyramide in einem Schacht angelegt. Dies gibt auch Stadelmann dazu an. Wenn dieses Kammersystem also vorher, bevor die angebliche Planänderung erfogte gebaut wurde, dann beweißt das, dass die Knickpyramide von Anfang an als Knickpyramide geplant war.
Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest
Gruß
Osiris
Sepp (Gast)  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #7, Datum: 29.01.2002 um 16:10:49 »     


Ist doch komisch, dass ausgerechnet der Architekt der Knickpyramide Rahotep, der ja ein Prinz des Snofru war, nach dem "Bauunfall" bei Meidum nicht mehr belegt ist. Der Aegyptologe R. Stadelmann hat hier die, meines Erachtens logische Vermutung geaeussert, dass Rahotep mit dem Unfall auch sein Amt und seine Wuerde verlor! In dem, ihm zugeschriebenen Grab fand sich ausser der brillianten Statue des Rahotep und seiner Gattin kein Hinweis auf eine Bestattung. Vielleicht wurde Rahotep verstossen als er seinen kleinen, aber folgenschweres "Rechenfehler" bei Meidum dem Pharao melden musste.

Wir muessen uns klar werden, was es hiess einen solchen Bau abbrechen zu muessen. Die flachere Spitze der Knickpyramide nach dem Desaster aufzumauern war ein Klacks, die Hauptarbeit war ja wie bei jeder Pyramide die ersten 10 bis 15 Steinlagen, da hier 3/4 des gesmaten Volumen drinstecken.

Den Stadelmann-Artikel kann man nachlesen bei:

Barta M./Krejci J. (Hrsg.), Abusir and Saqqara in the Year 2000, Prag 2000

oder (etwas allgemeiner)

R. Stadelmann, Pyramiden, 1997

P.S.: Der letzte Kommentar von OSIRIS ist mir leider vollkommen unverstaendlich. Was hat das eine (Die Kammerkonstruktion) mit dem anderen (dem "Knick") zu tun? Und wieso "bilden sie den Knick ab"?? Vielleicht nochmal fuer die etwas langsameren unter euch...


Hemiun  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #8, Datum: 27.04.2002 um 12:23:57 »     

Hallo,
Warum bildet das untere Kammersystem der Knickpyramide den Knickbereich ab? Dazu solltet Ihr Euch auf meiner Seite einmal den Schnitt durch dieses Kammersystem anschauen.
http://www.geo-pyramiden.deGrußHemiun
> Antwort auf Beitrag vom: 29.01.2002 um 16:10:49  Gehe zu Beitrag
Heike  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #9, Datum: 27.04.2002 um 14:53:59 »     

Hallochen Hemiun!

Zitat:
Warum bildet das untere Kammersystem der Knickpyramide den Knickbereich ab?

Tut sie das? Ich habe mir mal die von dir angegebene Web-site angeschaut, deine Theorie fusst auf einen mathematischen Konstrukt an dem solange herumgebastelt wurde bis es m. E. passt. Das erinnert mich doch sehr an Zahlenspielerei was du da veranstaltest. Alles was du damit "belegst" ist, dass du einigermassen gut einen Taschenrechner zu handhaben weisst und einige Formeln in einen entsprechenden Nachschlagewerk dir dazu gesucht hast. Ansonsten erscheint mir diese Abhandlung über die Knickpyramide m. E. eher als heisse Luft.
Zu dem Zeitpunkt an dem das untere Kammersystem gebaut wurde, war an den Knick im oberen Bereich überhaupt noch nicht zu denken.

Nichts für ungut - Aber diese ultralange Zahlenspielerei belegt m. E. gar nichts.

Viele liebe Grüße
Heike
> Antwort auf Beitrag vom: 27.04.2002 um 12:23:57  Gehe zu Beitrag
Gast Hemiun  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #10, Datum: 27.04.2002 um 17:08:52 »     

Hallo Heike,
Deine Kritik geht am Thema vorbei. Ich habe mir da überhaupt nichts zusammen gebastelt und Zahlenmystik ist das nun wirklich nicht. Ich gebe zu, dass diese Geometrie nicht so einfach und leicht zu verstehen ist. Der Schnitt durch das untere Kammersystem ist maßstab gerecht. Man kann leicht erkennen, das wirklich der Knickbereich der Pyramide maßstabgetreu nachgebildet wurde.
Sicher wurde das untere Kammersystem schon errichtet bevor der obere Knickbereich der Pyramide errichtet wurde. Das belegt ja gerade, das die Knickpyramide von Anfang an so geplant war, also als Knickpyramide. Wenn Du Dir die Zeit nehmen würdest, und Dich einmal mit dieser Geometrie auseinandersetzen würdest, dann würde Dir sicher klar, das hier keine Zahlenspielerei versucht wurde, sondern ernsthaft die Geometrie dieser Pyramide untersucht wurde.
Ich glaube auch, das man nicht so pauschal mit einem Rundumschlag sozusagen, meine Erkenntnisse abtun kann.
Viele Grüße
Hemiun
> Antwort auf Beitrag vom: 27.04.2002 um 14:53:59  Gehe zu Beitrag
Heike  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #11, Datum: 27.04.2002 um 18:56:04 »     

Hallochen Hemiun!

Meine Kritik geht keineswegs am Thema vorbei, wie du meinst. Vielmehr geht m. E. dein Zahlenkonstrukt (was inhaltlich von der Berechnung duurchaus korrekt ist) an der Realität des AR völlig vorbei.

Fangen wir mal an:
(1) Du rechnest mit dem Wert 1 Elle = 52,3 cm.
Diese Maßangabe ist m. W. so aber nicht für das AR als gegeben voraus zu setzen. Prof. Dieter Arnold gibt im "Lexikon der ägypt. Baukunst" für die Elle eine Spanne von 51,89 bis 53,18 cm für die Zeit von der Reichseinigung bis ins AR an. Während des AR lag das Ellenmass dann in der Spanne von 52,3 bis 52,5 cm. Woher hast du die Gewissheit das es bei der Knickpyramide der Wert 52,3 cm war?
(2) Völlig ausser Acht lässt dein Zahlenkonstrukt und deine geometrischen Darstellungen, dass die Pyramide ein "Haus für die Ewigkeit" des Pharaos Snofru werden sollte und nicht ein Bauwerk in den Leute eine Geometrie-/Zahlenspielerei als Konstruktion verwendeten, damit ... (ja wozu eigentlich?) Wo liegt der Nutzen?
Es ist m. E. völlig ausgeschlossen, dass von vornherein dieser Knick konstruktionsmässig beabsichtigt war. Dies müsste er aber nach deiner Geometrie-/Zahlenspielerei gewesen sein, denn das untere Kammersystem entstand zu einem Zeitpunkt als bautechnisch der Knick noch garnicht zur Debatte stand. Es entbehrt jeder Logik!!!!
Solche Behauptungen sind schlicht widersinnig.
Pharao Snofru musste bestrebt sein ein ihm würdiges "Haus für die Ewigkeit" zu errichten. Es ist m. E. völlig ausgeschlossen, dass er von vornherein eine Pyramide baut, die Mängel hat.

Viele liebe Grüße
Heike
> Antwort auf Beitrag vom: 27.04.2002 um 17:08:52  Gehe zu Beitrag
Sinuhe  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #12, Datum: 27.04.2002 um 21:04:38 »     

Hy Heike,

ich stimme Dir zu. Das Thema mit der Elle habe ich mit den seitenbesitzer, der Geo Seite, auch schon durch.

Sinuhe
> Antwort auf Beitrag vom: 27.04.2002 um 18:56:04  Gehe zu Beitrag
Hemiun  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #13, Datum: 28.04.2002 um 10:43:49 »     

Hallo Heike, hallo Sinuhe,

Ich habe die gemessenen Streckenlängen an der Knickpyramide mit 1 Elle = 0,523 m umgerechnet. Borchardt hat für die Cheops- Pyramide 1 Elle = 0,52355 m berechnet und angenommen. Manche Ägyptologen rechnen mit 0,525 m die Elle um. Das ist in sofern nicht ganz so entscheidend als ich, bezw. man bei einem Bauwerk konseqent bei einer Einheit zur Umrechnung bleibt. Die gemessenen Maße sind ja alle in der  metrischen
Einheit und bei der Umrechnung verändern sich die Proportionen ansich ja nicht. Wenn ich also mit 0,523 umrechne so bekomme ich halt Ellenmaße. Entscheident sind bei meiner Arbeit ansich die gemessenen Streckenlängen. Ich könnte auch nur in der metrischen Einheit konstruieren, das käme auf das Gleiche heraus, nur wenn man in Ellen umrechnet bekommt man ganz besondere Zahlen als Grundeinheiten heraus und das geometrische Konztept dahinter wird transparenter.
Es ist also nicht ganz so entscheident ob ich die Basislänge der Knickpyramide mit 0,523 oder 0,52355 umrechne, ich muß mich nur für eine Einheit entscheiden und dann konsequent damit arbeiten, denn die alten Ägypter werden doch sicher an einem Bauwerk, oder in einer Epoche nicht unterschiedliche Ellenmaße verwendet haben.

Nehmen wir einmal das Basismaß der Knickpyramide:
188 m = 359,46463 Ellen ( 1 E = 0,523 m)
188 m = 359,087   Ellen ( 1 E = 0,52355 m )
188 m = 358,09524 Ellen ( 1 E = 0,525 m)
So entscheident wirkt sich das eigentlich nicht aus. Wie gesagt man muß nur bei einem Umrechnu8ngsfaktor bleieben, sonst verändert man die Proportionen der Pyramide willkürlich. Das zur Einheit meiner Berechnungen. Was aber eigentlich das wesentliche meiner Arbeit ist, sind ja nicht die Berechnungen, sondern die geometrischen Konstruktionen die ich an diesem Bauwerk entdeckt habe. Die Berechnungen beschreiben nur diese Konstruktionen.
Weiter wird immer bemängelt, das die alten Ägypter so genau nicht hätten messen können. Also es wird unterstellt das grobe Meßfehler vorgekommen sind und bleiben wir bei der Basislänge,diese eigentlich auf359 E oder 360 E auf-oder abgerundet werden müßten. Was das Messen anbelangt stimme ich zu, einfacher und genauer konnten die Ägypter glatte Ellenmaße messen. Aber die Realität zeigt ganz eindeutig, das auch,das es nicht immer ganze Ellenmaße sind, haben die sich da vermessen?
Ich habe dazu eine einfache Erklärung, diese Maße wurden nicht gemessen, sondern geometrisch konstruiert, und das sehr genau.
Ein Beispiel
Die Nische in der Königinkammer der Cheops- Pyramide hat mehrere Überkragungen, ähnlich der Galerie.
Im unterem Bereich mißt sie genau 3 Ellen ( 0,523)
Die nächste Etage mißt 2,5606601 Ellen
Wie kommt man geometrisch ohne zu messen exakt auf dieses Maß. Dazu muß man ein Quadrat aus 3 Ellen bilden, dieses einen Schritt systematisch über seinen inneren Kreis und dieDiagonalen verkleinern und dann das Zwischenquadrat konstruieren.
[http://www.geo-pyramiden.de/Forumbilder/Zwischenquadrat.html

Die Berechnung für diese Konstruktion sieht dann so aus:
3.00 Ellen : 1,1715729 = 2,5606601 Ellen.
Also die Ägypter brauchten das nicht zu messen und auch nicht zu brechnen, sondern nur diese Konstruktion ausführen, dann konnten sie das Maß abgreifen und übertragen.

Jetzt zum Knick der Pyramide, wer sagt denn eigentlich, das eine Knickpyramide kein würdiges Haus für die Ewigkeit sein kann? Ist doch nur unsere, bzw. Euere Enstellung zu Pyramiden, die ja nicht auch die der alten Ägypter sein muß, übertragt Ihr da nicht Euere Meinung auf dieses Bauwerk, ohne zu bedenken das die Ägypter da ganz anderer Meinung hätten sein können. Das sind doch schon Vorurteile, eine Knickpyramide ist nicht würdig ein Haus für die Ewigkeit zu sein,und wer sagt denn,dass es das überhaugt sein sollte.
Ich denke eine Pyramide kann durchaus mehrere Zwecke, gehabt haben. Ein gotischer Dom war Kirchenraum, Grab und ist dennoch nach ganz besonderen geometrischen Gesichtspunkten gebaut worden. Das Ene schließt das Andere nicht aus.
Viele Grüße
Hemiun
« Letzte Änderung: 28.04.2002 um 10:53:46 von Hemiun »
> Antwort auf Beitrag vom: 27.04.2002 um 21:04:38  Gehe zu Beitrag
Heike  
Gast

  
Re: Nachtrag zur Knickpyramide 
« Antwort #14, Datum: 28.04.2002 um 11:43:32 »     

Hallochen Hemiun!

Zitat:
Jetzt zum Knick der Pyramide ...

Deine Bemerkungen in diesen beiden Schlussabsätzen zeigen m. E. eindeutig, dass du dich noch nie eingehender mit der ägyptischen Religion beschäftigt hast bzw. das du sie nicht verstanden hast. Mehr möchte ich dazu garnicht mehr sagen.

Auch deine Aussage, dass es nicht entscheidend sei welches Maß man bei der Elle ansetzt, zeugt nicht gerade von einer wissenschaftl. Methodik und Vorgehensweise in der Beweisführung. Deine Theorie beruht auf puren Mutmassungen ohne einen wirklichen Schimmer von belegbarer Nachvollziehbarkeit. Da wird mal eben die Diagonale von irgendwas quadriert, dann mal eben die Wurzel aus 3 mit irgendwas multipliziert und alles irgendwie solange verrechnet bis Zahlen rauskommen die du dann an irgeneiner Stelle miteinander vergleichst und siehe da Hokuspokus die Zahlen sehen doch fast gleich aus, also ist es dann der Beleg - So kann man nicht vorgehen.
Deine Beweisführung ist stellenweise so haarsträubend, dass wohl nur du selbst dazu in der Lage bist darin einen Sinn zu erkennen.

MfG
Heike
> Antwort auf Beitrag vom: 28.04.2002 um 10:43:49  Gehe zu Beitrag
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