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Abusir (Ort, Pyramiden)
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  Nefer-ef-Rê (König, 5. Dyn)
um 2.456 - um 2.445 v. Chr.
(Nfr=f-Ra)


  • Eigenname: Jsj (Isi)  
  • Thronname: Nfr=f-Ra  (Neferef-Rê, Abydos 29), xaj-Nfr=f (Chaj-neferef Saqqara 29); Ranefer
  • Horusnamen: nfr-xaw  (Nefer-chau)  
  • Nebtiname: Nfr-m-nbtj (Nefer-em-nebti)
  • Goldname: NTr-Nbw-nfr (Netjer-nub-nefer)
  • weitere: Cheres (Manetho)


Nefer-ef-Rê's Mutter war die Königin Chentkaus II, und Ni-user-Rê könnte sein Bruder gewesen sein. Die etwas verworrenen Daten deuten darauf hin, dass es zwischen den Nachkommen von Userkaf und Sahu-Rê zu Streitigkeiten um den Thron gekommen ist.
Schon in der Einordnung des Königs innerhalb der Dynastie gibt es unterschiedliche Auffassungen. So ist nicht klar, ob er der 4. oder 5. König in dieser Reihe ist.
     
Nefer-ef-Rê's begonnene Pyramide und sein Totentempel in Abusir wurde 1985 durch M. Verner freigelegt. Diese Grabungen machten Nefer-ef-Rê zu einem der am besten dokumentierten Könige des Alten Reiches. Verner gibt dem König allerdings nur eine Regierungszeit von knapp 3 Jahren, andere halten sich an den Turiner Königspapyrus, der 7 Jahre nennt. Von Inschriften weiß man, dass er ein Sonnenheiligtum errichtet hat, das man aber bisher nicht auffinden konnte.

Allgemein geht man davon aus, dass Neferef-Rê ein Sohn des Neferirkare (3. König der 5. Dynastie) ist. Insgesamt aber sind die Verwandtschaftsverhältnisse in der Zeit des Übergangs von der 4. zur 5. Dynastie sehr umstritten.
Nach der Erzählung des Papyrus Westcar über den Ursprung der 5. Dynastie sowie bisherigen archäologischen Funden geht man heute von zwei Königinnen mit Namen Chentkaus (Chentkaus I. und Chentkaus II.) aus. Dabei wäre die ältere mit dem Titel "Mutter zweier Könige von Ober- und Unterägypten" die Mutter von Sahure und Neferirkare gewesen, die jüngere dagegen die Gemahlin des Neferirkare (beispielsweise nach Stadelmann). Neferefre wäre also Sohn der Chentkaus II seinem Vater Neferirkare auf den Thron gefolgt.

Nefer-ef-Rê-Pyramide
Nefer-ef-Rê´s begonnene Pyramide und sein Totentempel in --> Abusir (Opfertisch des Rê genannt) wurde 1985 durch Miroslav Verner freigelegt. Sie befindet sich in der Nähe der Pyramiden des --> Neferir-ka-Rê und der --> Chentkaus II. und wurde wohl wegen der nur kurzen Regentschaft des Königs nicht fertiggestellt. Von seiner Grabausstattung fand man leider nur Reste: Bruchstücke des Granitsarkophags, Fragmente von vier Kanopen aus Alabaster und Teile der Mumie.
Bedeutende Funde aus den Grabungen von Miroslav Verner im angrenzenden Totentempel waren Papyri aus dem Tempelarchiv sowie Statuen des Königs.

weiterführende Literatur:
Verner, M., BIFAO 85 (1985)
Verner, M., BIFAO 87 (1987)
Verner, M., Revue d'Egyptologie [RdE] 36 (1985)
Verner, M., Unearthing Ancient Egypt 1958-1988, 1990
Posener-Krieger, P., in: Ägypten - Dauer und Wandel, 1985
Posener-Krieger, P., MDAIK 47 (1991)


Quelle:
Schneider, Th., Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002
Verner, M., Verlorene Pyramiden, vergessene Pharaonen"
"Sokar" Nr. 3 und 7

Eingestellt durch: semataui (30.04.2003)
Bearbeitet durch:  semataui (15.02.2005), Iufaa (14.04.2005)


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