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  Sched
"der Retter"
kindlicher Horus

Die Beschwörungen zum Schutz vor Krankheiten entsprechen der Liste von Gefahren, die in den Schutzdekreten des frühen 1. Jahrtausends v.Chr. aufgeführt werden. Etwa ab 1750 v. Chr. greifen auf Papyrus überlieferte Texte das Vorbild von Gottheiten auf, allen voran Isis und des Horuskindes aus den Sümpfen, aber auch anderer Götter, darunter sogar des Sonnengottes selbst. Ein aus den ramessidischen Papyri bekannter Text, der vor giftigen Bissen schützen soll, erzählt ausführlich, wie Rê nach einem deratigen Schlangenbiss derartige Qualen litt, dass er Isis für ihr Versprechen, ihn zu heilen, seinen geheimen Namen - und damit seine Identität - preisgab.
Im späten 2. Jahrtausend v. Chr. wurde der kindliche Horus auf Holzstelen als Sched, "der Retter", dargestellt, der die gefährlichen Tiere unschädlich machte.



Vorder- und Rückseite einer Platte zeigen Horus.
Auf einer Seite ist er als Sched, "der Retter", dargestellt, der gefährliche Tiere zu bezwingen vermag, hier Schlangen, Gazelle, Löwe und Krokodil. Die andere Seite zeigt ihn als Falken mit Doppelkrone und Geißel des Herrschers und mit drei Schlangen, die zu seinen Füßen aus der Erde hervorkommen Die 5,3 cm hohe Platte stammt vermutlich aus dem Neuen Reich um 1250 v.Chr. und ist aus Holz, ihr Fundort ist nicht bekannt (Gezeichnet von Christine Barratt)



Quelle:
Quirke, S., Altägyptische Religion, Ditzingen, Leipzig 1996, S. 163f

Eingestellt durch: manetho (03.06.2003)
Bearbeitet durch:  Iufaa (10.04.2005)


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