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  Naqada (Ort)
Moderne Ortschaft in Oberägypten (auch Negade genannt) in deren Nähe Flinders Petrie einen riesigen ca. 2000 Gräber umfassenden Friedhof ausgrub, der hauptsächlich aus der vorgeschichtlichen Zeit um 4000-3000 v. Chr. datiert. Nach Naqada wird die Epoche aus der diese Nekropole stammt auch Naqada oder Negade Periode genannt. Die Grösse des Friedhofes zeigt die Bedeutung dieses Ortes in vogeschichtlicher Zeit. Von der eigentlichen vorgeschichtlichen Stadt wurden nur noch wenige, aber recht grosse Strukturen gefunden. In geschichtlicher Zeit war die Stadt der Hauptkultort des --> Seth. Die Stadt (griech. Ombos , altägypt.: Nubt) befand sich jetzt etwas nördlich der vorgeschichtlichen Siedlung. Der Tempel des Gottes war schon sehr zerstört als Petrie ihn ausgrub, doch scheint an ihm noch in der 18. Dynastie gebaut worden zu sein. Bedeutenster Fund ist ein fast 2m grosses Was-Szepter aus der 18. Dynastie, das wohl auch Seth darstellt. Es ist das grösste jemals gefundene Faience Objekt. Ganz in der Nähe befindet sich aus die sog. Pyramide von Ombos, die wohl vom Ende der 3. oder Beginn der 4. Dyastie stammt.


Die Naqada-Kultur unterteilt sich noch in eine Naqada-I-Kultur und eine Naqada-II-Kultur.


Naqada-I-Kultur:
Sie wird mitunter auch als Amratian bezeichnet.
Sie ist wie ihre Vorstufe eine örtlich begrenzte kleine Dorfkultur, die nur geringe Anzeichen einer sozialen Schichtung zeigt. Sie hatte sich aber über ein größeres Gebiet ausgedehnt und bildete den Auftakt für die sich noch weiter ausbreitende Naqada-II-Kultur.

Naqada-II-Kultur:
Sie wird mitunter auch als Gerzean bezeichnet und stellt einen Wendepunkt in der Entwicklung des vorgeschichtlichen Ägyptens dar. Sie hatte zum ersten Male Kontakte zu anderen Ländern und dehnte sich über das gesamte Niltal nördlich des Gebel el-Silsila bis ins Delta aus. Es gibt nun eine soziale Schichtung sowie die Entwicklung von bedeutenden Bevölkerungszentren, von denen besonders Hierakonpolis, Koptos, Abydos und Naqada zu nennen sind.
Zu dieser Zeit sind bereits kulturelle Kontakte zu Mesopotamien nachweisbar.



Quelle:
Petrie, Naqada
Baines/Malek, Bildatlas der Weltkulturen

Eingestellt durch: Udimu (29.07.2003)
Bearbeitet durch:  manetho (07.04.2004), semataui (08.04.2004)


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