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  Kassiten
Kassiten (akkadisch Kashshû; griechisch Kossaioi)

Volksstamm im Alten Orient, der zu Anfang des 17. Jahrhunderts v.Chr. etwa aus der Gegend des heutigen Iran in weite Bereiche des nördlichen Babylonien eindrang und sich dort ansiedelte. Um 1600 bis 1595 v.u.Z. griffen die Hethiter Babylonien an und schwächten dessen militärische Macht. Daraufhin eroberten die Kassiten Babylon und errichteten eine neue Dynastie, die für 450 Jahre das südliche und östliche Mesopotamien beherrschte. Die Kassiten nahmen in dieser Zeit die babylonische Sprache und Kultur an und wurden von der Urbevölkerung assimiliert. Um 1225 v.Chr. eroberte der assyrische König Tukultininurta I Babylonien. Die Kassiten blieben jedoch auf dem babylonischen Thron bis um 1155 v.Chr., als sie von Schutruk-Nahhunte I, dem König von Elam, besiegt wurden, der seinen eigenen Sohn auf den Thron setzte.

Seit etwa dem 15. Jahrhundert v.Chr. sind regelmäßige diplomatische Kontakte und rege Handelsbeziehungen zwischen Ägypten und den Kassiten belegbar.
Amenhotep III war u.a. mit einer Schwester des Kassitenkönigs verheiratet.

Eingestellt durch: manetho (30.10.2003)
Bearbeitet durch:  manetho (10.02.2004)


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