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  Schreibzeug

Dazu gehörte eine Palette, die in ihrer einfachen Ausführung aus Holz war, es gab aber auch kostbare aus Elfenbein und sogar mit Gold beschlagenen. Die Palette war ein rechteckiges Täfelchen mit zwei Aushöhlungen für die schwarze und rote (mit Gummi vermischter Ruß und Ocker) Trockenfarbe im oberen Teil. Ein Fach in der Mitte der Palette war für kleine Stäbchen aus Meerbinsen bestimmt, die zum Schreiben dienten: dies waren die Calamus. Ihr Ende war nicht wie bei Gänsekielen angeschrägt; es wurde einfach durch Kauen zerfasert und bildete so einen kleinen Pinsel. Eine kleine, hohle Säule als Etui enthielt die zerbrechlichen Reservepinsel. Der Schreiber besaß auch einen Glätter, der nach Entfernen eines falschen oder schlecht geschriebenen Wortes dem Papyrus wieder eine glatte Oberfläche verlieh, damit an dieser Stelle die Farbe (Tinte) nicht zerfloß. Als Radiergummi benutzte man eine Art Schaber aus sehr feinem Sandstein, der in einem Lederetui aufbewahrt wurde, das oben mit einem Faden zusammengezogen werden konnte. Für die Korrektur bei der Beschriftung von Ostrakons wurde dafür auch eine Art Schwämmchen benutzt, das am Ende einer kleinen Kordel hing. Zum Befeuchten der Pinsel wurde ein Wasserbecher benutzt. Dessen Aufschrift erinnerte häufig den Schreiber daran, vor Beginn seiner Arbeit einige Tropfen zu Ehren Imhoteps, des zum Gott gewordenen Weisen oder zu Ehren des Gottes Thot zu versprengen.


Eingestellt durch: manetho (18.12.2003)
Bearbeitet durch: -


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