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  Chons-Tempel (Karnak)
Innerhalb des Bezirks des --> Amûn-Tempels, in der Südwestecke, errichtete Ramses III ein Heiligtum für --> Chons/Chonsu. Von einem wahrscheinlichen Vorgängerbau aus der 18. Dynastie gibt es keine baulichen Reste.
Chons war das Götterkind von Karnak, Sohn von --> Amûn und --> Mut, er war das nächtliche Himmelslicht und vertrat den nächtlich-unterirdischen Aspekt im religiösen Zyklus der Götter von Karnak.
In der Nordostecke des Tempels befindet sich ein besonderer Raum: hier stieg der Gott als --> Osiris- --> Onnophris hinab in die Unterwelt, verließ den Tempel durch eine Seitentüre hinter dem westlichen --> Pylon, um im direkt daneben liegenden Opet-Tempel wiedergeboren zu werden und als --> Rê emporzusteigen.
Taharqa errichtete vor dem Chons-Tempel eine gedeckte Säulenvorhalle. Unter Nektanebos, der den ganzen Karnak-Bezirk mit einer Mauer umgab, wurde der Zugang zum Tempel mit einem monumentalen Tor versehen.
Für die Fertigstellung der Tempeldekoration waren wieder einmal mehr die ptolemäischen Herrscher zuständig. Die letzten Bauwerke waren hier das Euergetes-Tor (Ptolemäus III Euergetes) und der Neubau des kleinen Opet-Heiligtums südwestlich des Tempels, an dem noch in römischer Zeit gearbeitet wurde.

Heute ist der Chons-Tempel ein kleiner Geheimtipp für Karnak-Touristen. Da er etwas abseits liegt, wird er von den Reiseleitern gemieden und nur wenige Besucher verirren sich in dieses gut erhaltene Heiligtum.  



Quelle:
Arnold, D., Die Tempel Ägyptens. Augsburg 1996

Eingestellt durch: semataui (03.02.2004)
Bearbeitet durch:  Iufaa (12.04.2005)


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