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  Gauprozession
Als Gauprozession (engl. procession of nomes) wird die geographisch geordnete Darstellung von personifizierten Gauen (siehe auch --> Gau oder --> Nomos) bezeichnet. Man findet sie häufig am Sockel von Sakralbauten (Kapellen, Tempeln), wie z.B. am Sockel der Roten Kapelle der Hatschepsut, die heute im Open Air Museum von Karnak steht. Die personifizierten Gaue tragen jeweils die Standarte des Gaues oder des Gauteils, den sie repräsentieren, auf dem Kopf.
Die folgende Abbildung zeigt den Beginn der Gauprozession am Sockel des Osttores der Roten Kapelle.



Dargestellt sind auf diesem Granodiorit-Block die ersten drei Gaue Oberägyptens:
1. Gau "Nubierland" = tA-stj, mit Elephantine als Haupstadt,
2. Gau "Horusthron" = wTst-Hr, mit Edfu,
3. Gau "Festung" = nxn, mit Nekhen als Hauptstadt. Häufig sind die Gaue Oberägypten und Unterägyptens symmetrisch angeordnet.

Die ältesten Gauprozessionen stammen vom Beginn des Neuen Reiches.





Quelle:
nach Fischer, H.G., in: Lexikon der Ägyptologie, Bd. II. Wiesbaden 1975-86

Eingestellt durch: Iufaa (29.04.2005)
Bearbeitet durch:  Iufaa (14.05.2005)
Unterstrichene Lexikon-Links wurden automatisch generiert.


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