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  Dum-Palme
Dum-Palme (botanischer Namen: Hyphaene thebaica)

Die Dum-Palme (auch Doum- oder Dom-Palme) gehört zur Familie der Palmen (Araceae oder alternativ Palmae). Palmen sind in den Tropen und Subtropen verbreitete, meist unverzweigte, schlankstämmige Bäume, Bäume mit gestauchtem Stamm, oder strauchähnlich aussehende Formen, die hin und wieder einen teilweise unterirdischen Stamm besitzen. Der Familie gehören 3000 Arten an.
Am oberen Stammende tragen alle Palmen eine Krone (Schopf) aus wechselständigen, außergewöhnlich großen, langgestielten, immergrünen, derben Blättern. Je nach deren Form unterscheidet man zwischen Fieder- und Fächer-Palmen. Palmen sind vielgestaltig und in den unterschiedlichsten Habitaten auffindbar.

Die Dum-Palmen gehören zur Unterfamilie der Coryphoideae. Zu dieser Unterfamilie gehören überwiegend Fächerpalmen, ca. 30 Gattungen mit 300 Arten, unter denen die Dum-Palmen eine eigene Gattung bilden. Die Pflanzen der Gattung Dum-Palmen sind in den trockenen Regionen des nördlichen und östlichen Afrika sowie in Indien verbreitet.

Bei den Dum-Palmen handelt es sich um große Bäume, mit geringeltem, nicht selten gabelästig verzweigtem Stamm, und endständigen, fächerförmigen Blättern. Die Pflanzen sind zweihäusig (= diözisch), d.h. eine einzelne Pflanze besitzt nur männliche oder weibliche Blüten - demzufolge gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Die Blüten stehen in langen, wenig ästigen Kolben und produzieren große, schwere Früchte mit faseriger Umhüllung und holzigem Steinkern. Neun Arten sind von Oberägypten und dem Südrande der Sahara bis zur Südgrenze der Palmen in Afrika verbreitet.


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Foto: Naunakhte

Die bekannteste Art, Hyphaene thebaica (Dum-Palme, Pfefferkuchenbaum; s. Bild), die eine Höhe von rund 10 m erreichen kann, hat blaßgelbliche oder rötliche Blüten und apfelgroße, gelbbraune Früchte mit dicker, mehliger Rinde, die wie Pfefferkuchen aussehen und auch diesen ähnlich schmecken. Diese Art findet sich besonders häufig am Nil.
Das Holz wird vielfach verwertet, das Fleisch der Frucht wird gegessen, die Kerne werden u. a. zu Rosenkränzen und zu Spielsachen verarbeitet. Ein Pulver aus dem Fruchtfleisch wird als Tee angeboten, dem eine magenfreundliche Wirkung zugeschrieben wird.


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Foto: Naunakhte

Zahlreiche Abbildungen an den Wänden der Gräber des Neuen Reiches zeigen den Baum, dessen Frucht zu den vom Verstorbenen gewünschten Dingen gehörte. Die Palmfrüchte sind auch in vielen Gräbern von der prädynastischen Zeit an gefunden worden. Im Grabe Tutankhamuns wurden vor kurzem in bisher übersehenen Körben Früchte der Dum-Palme entdeckt, die mit Zucker konserviert worden waren (siehe Ä-Blattmeldung).


Eingestellt durch: Iufaa (04.12.2008)
Bearbeitet durch: -


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