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  Osorkon II (König, 22. Dyn)
um 874 - um 850 v. Chr.
Im Neuansatz nach D.A. Aston regierte der König von 874 - 835/30 v. Chr.

wsr-kn, wsr-MAat-Ra stp.n-Jmn


- Vollbild -


  • Eigenname: wsr-kn  (Weser-ken, Osorkon)
  • Thronname: wsr-MAat-Ra stp-n-Jmn  (User-Maat-Rê setep-en-Amun)
  • Horusname: kn-mrj-MAat (Ken-meri-Maat)
  • Nebtiname: zmA-p(s)Stj-mj-zA-Ast (Sema-peschti-mi-sa-Aset)
  • Goldnamen: Wr-pHtj-Hwj-MnTjw-wsr (Wer-pehti-hui-Mentju-user)

Vater: Takelot I
Mutter: Ka-pes
Geschwister: Schoschenq II, Iuwelot, Smendes III
Ehefrau: Karomama, Djet-mut-nues, Isis-em-achbit
Söhne: Namilt, Schoschenq
Töchter: ?

Wie üblich besetzte Osorkon II Schlüsselstellungen zur Festigung seiner Macht mit Familienangehörigen. Harsiese, Sohn von Schoschenq II wurde von ihm oder seinem Vater Takelot I eingesetzt als Hohepriester des Amun von Theben. Konkurrierende Herrscherdynastien wollte man so verhindern, doch Harsiese hat trotzdem geputscht.

Nach dessen Tod bestimmte Osorkon II seinen Sohn Namilt zum seinem Nachfolger, Hohepriester des Ptah in Memphis wurde sein ältester Sohn Schoschenq. Eine Inschrift aus dem Tempel von Luxor aus seinem dritten Regierungsjahr (872 v. Chr.) bezeugt ein Fest anlässlich der eingetretenen Nilschwemme. Amun Rê galt dabei der Dank für die neue Nilschwemme.

Selbstverständlich ließ Osorkon II in Tanis bauen. Er fügte dem Amuntempel einen Vorhof mit Torbau hinzu und ließ im Osten des Tempelbezirks ein weiteres Sanktuar errichten. Sein Grab liegt innerhalb der Mauern dieses Amuntempels (Grab V).

Bei der Entdeckung des Grabes 1939 durch P. Montet war es bereits ausgeraubt. Neben dem König wurde auch Harnacht bestattet.

Im Tempel der Bastet wurde der Festsaal vollendet (Bubastis), Osorkon II ließ sich dort in seinem 22. Jahr beim Sedfest darstellen. Da dieses Fest normalerweise erst im 30. Jahr eines Herrschers begangen wird, gehen einige Ägyptologen davon aus, dass er als Beginn der Zählung seiner Herrschaft die Zeit des Takelot I addiert hat, der etwa sieben Jahre regiert haben soll.

In Byblos ist eine vom Pharao gestiftete Statue belegt, wie auch von seinen Vorbildern Schoschenq I und Osorkon I.

Die Beziehungen zwischen Samaria unter den Fürsten Omri und Ahab war ausgezeichnet, wie ein Alabastergefäß aus deren Palast bezeugt. Vermutlich bildeten die Herrscher einen gemeinsamen Schutzwall gegen das assyrische Reich unter Assurnasirpal II und Salmanassar III. Die Fürsten von Hamath, Damaskus, Byblos und Israel konnten dann auch mit seiner Hilfe in der Schlacht von Qarqar Assyrien zurückschlagen.

Kurz nach diesen Ereignissen starb der König.


Quelle:
Schneider, Th., Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002
von Beckerath, J., Handbuch der Ägyptischen Königsnamen. Mainz 1999

Eingestellt durch: semataui (08.06.2012)
Bearbeitet durch: -


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