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  Pi-anch, General, Priester des Amun (21. Dyn)
um 1.082 - um 1.070 v. Chr.
pj-anx war General und Hohepriester des Amun in Theben im Übergang von der 20. zur 21. Dynastie
     
Nach neueren Erkenntnissen (Jansen-Winkeln) war er Vorgänger und Schwiegervater des Herihor und nicht dessen Nachfolger.
Zur Wiederherstellung der Ordnung in Oberägypten (u.a. Grabplünderungen) schickte Ramses XI den Vizekönig von Nubien, Pahnesi, mit einer Armee nach Süden, wo dieser u.a. die Festung von Medinet Habu eroberte und es zu schweren Konflikten mit dem Hohenpriester Amenhotep kam. Auf ein Hilfsgesuch des Amenhotep schickte Ramses XI weitere Truppen unter dem Kommando des Pi-anch gen Süden. Der dadurch auch nach Nordägypten übergreifende Krieg (Zerstörung von Kynopolis) endete nach Jahren mit der Vertreibung Pahnesis aus Ägypten.
Pi-anch übernahm die Ämter des Pahnesi und besass damit im Süden des Landes die Macht, während im Norden Smendes der eigentliche Machthaber war. Nach Kees kann Pi-anch als Exponent einer "als Willen des Amun getarnten Militärdiktatur" gelten.
Seine Gemahlin war eine Hereret, sein Sohn war der spätere oberägyptische Machthaber Pi-nodjem I.


Quelle:
Schneider, Th., Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002
Jansen-Winkeln, K., ZÄS 119 (1992) 22-37

Eingestellt durch: manetho (16.09.2004)
Bearbeitet durch:  semataui (15.04.2012)


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